Der alleinstehende Grazer, der in der Ghegagasse gewohnt hatte, war Platzwart im ASKÖ-Stadion in Eggenberg. Samstag früh wollte er mit dem "Einser" zum Dienst fahren. "Es wäre sein erster Arbeitstag nach einem dreiwöchigen Urlaub gewesen", erzählte sein Kollege Jerzy Pawlus, der auch Volleyball-Trainer beim ATSE ist. Und: "Ich habe am Freitag mit ihm noch 25 Minuten lang telefoniert. Er war gut drauf!"
Pflegehelferin kümmerte sich um Verletzten
Als der 49-Jährige einstieg, war nur ein Fahrgast in der Tramway: eine Pflegehelferin, die sich sofort um den am Kopf Verletzten kümmerte. Nachdem die 51-Jährige bei der Haltstelle Alt-Eggenberg ausgestiegen war, fiel Albert St. plötzlich vom Sitz.
Der Straßenbahnführer (41) alarmierte das Rote Kreuz und fuhr dann noch bis zur Endstation beim UKH. Dort konnte der Notarzt nur noch feststellen, dass der 49-Jährige tot war.
Vor der Haltestelle auf die Gleise gestürzt
Anfangs wurde ein Verbrechen nicht ausgeschlossen, doch dann stellte sich heraus, dass Albert St. an der Haltestelle vor der stehenden Straßenbahn auf die Gleise gestürzt sein dürfte.
Obduktion
"Der Tramwayführer hat das zwar nicht gesehen, aber wir haben dort Blutspuren gefunden", sagte der Mordgruppenchef Anton Kiesl. Am Sonntag wurden die Vermutungen schließlich durch die Obduktion bestätigt. Der Mann hatte sich den Kopf an den Gleisen aufgeschlagen, gestorben ist er aber an einer Lungenembolie.
von Peter Riedler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Symbolbild
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