"Das wird sehr schwierig, aber in diesem Stadium des Turniers gibt es eh keine leichten Gegner", sagte der Marach über die nächsten Gegner. Beachtlich, dass er mit seinem Standardpartner bei diesem Turnier noch keinen Satz abgegeben hat, und nicht einmal ins Tiebreak musste. Nur 22 Games gingen verloren. "Ich bin sehr glücklich, das ist mit Abstand unser größter Erfolg und ein unbeschreibliches Gefühl", meinte der 28-jährige ÖTV-Profi. "Nach der Auslosung hätten wir nicht gedacht, dass wir so weit kommen."
Nach dem Erfolg gegen Nestor/Zimonjic hatten Kubot/Marach gegen die australischen Top-Aufschläger Carsten Ball/Chris Guccione gewonnen. Marach: "Nun haben wir diesen Erfolg gegen das sechstbeste Paar der Welt bestätigt." Mehr als umgerechnet 56.000 Euro gibt es für das Doppel-Halbfinale sowie 720 Punkte für das Doppel-Ranking. Nächste Woche tritt der ehemalige ÖTV-Davis-Cupper gemeinsam mit dem Franzosen Nicolas Devilder beim ATP-Turnier in Vina del Mar/Chile an.
Melzer noch im Rennen
Am Mittwoch wird Jürgen Melzer versuchen, in Melbourne ebenfalls in ein Halbfinale einzuziehen. Der Niederösterreicher hatte mit seiner slowakischen Freundin Dominika Cibulkova das Mixed-Viertelfinale erreicht, als ihre Gegner haben sich am Dienstag die Französin Nathalie Dechy und der Israeli Andy Ram qualifiziert.
Höllische Hitze brachte Djokovic zum Aufgeben
Für Novak Djokovic, Titelverteidiger im Einzel, war am Dienstag im Viertelfinale gegen Andy Roddick Endstartion. Der 21-jährige Serbe vermochte beim Stand von 7:6(3), 4:6, 2:6 und 1:2 bei großer Hitze nicht mehr weiterzuspielen. Schon während des Spiels hatte sich der angeschlagene Djokovic mehrmals behandeln und mit Eiswürfeln kühlen lassen. Die Temperaturen waren auf bis zu 36 Grad gestiegen. Für die kommenden Tage wird mit mehr als 40 Grad die größte Hitzewelle der vergangenen Jahre erwartet.
Federer stürmt in nur 80 Minuten ins Halbfinale
Bei schon etwas niedrigeren Temperaturen schaffte wenige Stunden später der Schweizer Roger Federer seinen 19. Einzug in das Halbfinale eines Tennis-Grand-Slam-Turniers in Folge. Der 27-Jährige schaffte dies mit einem unangefochtenen 6:3, 6:0, 6:0-Sieg gegen den als Nummer acht gesetzten Argentinier Juan Martin del Potro. Federer fehlen damit nur noch zwei Matchsiege auf seinen 14. Major-Titel, womit er den Rekord von Pete Sampras einstellen würde.
Bereits am Montag ist der als Nummer vier des Turniers gesetzte Andy Murray auf der Strecke geblieben. Der Brite unterlag dem auf Position 14 geführten Spanier Fernando Verdasco 6:2, 1:6, 6:1, 3:6, 4:6 und bezog damit seine erste Saison-Niederlage. Davor hatte er elf Matches gewonnen. Verdasco trifft nun auf Vorjahres-Finalist Jo-Wilfried Tsonga. Der als Nummer fünf eingestufte Franzose ließ dem US-Amerikaner James Blake (Nr. 9) keinen Satz, siegte 6:4, 6:4, 7:6(3).
Sicherer Sieg von Rafael Nadal
Auch Rafael Nadal ist weiter auf Kurs. Der Weltranglisten-Erste ließ dem müden Chilenen Fernando Gonzalez keine Chance und siegte sicher 6:3, 6:2, 6:4. "Ich spiele gut und hoffe, dass es so weiter geht", sagte der 22-jährige Spanier, der einzige Viertelfinalist noch ohne Satzverlust. Sein nächster Widersacher ist der Franzose Gilles Simon (Nr. 6), der im Duell mit seinem Landsmann bzw. Stefan-Koubek-Bezwinger Gael Monfils (Nr. 12) davon profitierte, dass sein Freund nach drei Sätzen wegen einer Handgelenkverletzung aufgeben musste.
Serena Williams Gegnerin wurde übel
Außerdem wurden zwei weitere Matches vorzeitig beendet. Serena Williams profitierte von der Aufgabe von Wiktoria Asarenka (Nr. 13) beim Stand von 3:6, 4:2, die Weißrussin klagte über Übelkeit. Williams trifft nun auf Swetlana Kusnezowa (Nr. 8). Die Russin kam dank der Aufgabe ihrer Gegnerin Jie Zheng weiter. Die Chinesin (Nr. 22) musste bei einem 1:4-Rückstand ebenfalls wegen einer Verletzung am Handgelenk aufgeben.
Ebenso im Viertelfinale steht Jelena Dementjewa. Die als Nummer vier gesetzte, heuer noch ungeschlagene Russin setzte sich gegen die Slowakin Dominika Cibulkova (Nr. 18) 6:2,6:2 durch und spielt nun gegen Venus-Williams-Bezwingerin Carla Suarez-Navarro. Sie setzte sich in einem spanischen Duell mit Anabel Medina Garrigues (Nr. 21) 6:3, 6:2 durch.
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