Der große Ständer mit der Aufschrift "Beim Essen is a Rua! Deswegen Handy aus!", sticht jedem, der das Kasermandl betritt, sofort ins Auge. Es ist also unmöglich, das Handyverbot nicht zu bemerken.
Erst verdutzt, dann lautlos
Und unglaublich, aber war: Die Gäste bleiben zuerst zwar völlig erstaunt vor der Tafel stehen, holen dann aber ihr Mobiltelefon aus der Tasche und schalten es zumindest auf lautlos.
"Viele Leute haben uns nach dem Artikel auf das Verbot angesprochen und waren durch die Bank begeistert", erzählt der Chef, Hermann Supper. "Viele haben auch aus Graz angerufen, sich für unseren Mut bedankt und versprochen, einmal vorbeizuschauen", ergänzt seine Ehefrau Margit. Es komme schon vor, dass Gästen Rauch- und Handyverbot zu viel ist, aber die könnten ja gehen.
"Mit vollem Mund ist schlecht telefonieren"
"Ich weiß nicht, wie ich mein Handy ausschalten kann. Aber es wird mich eh keiner anrufen", entschuldigt sich eine ältere Dame. "Wir finden es toll", erklärt ein Ehepaar aus Niederösterreich, "so viel Respekt sollte sein!" "Es wird ohnehin zu viel unnötig telefoniert", meint ein Herr. "Mit vollem Mund ist sowieso schlecht telefonieren", schmunzelt ein anderer.
Was lernen wir also daraus? Alles ist möglich, auch ohne Handy. Zumindest kurzfristig...
von Eva Molitschnig und Christian Schulter, "Steirerkrone"
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