In Panik geflüchtet

Autoschieber läuft nach Crash auf der A2 davon

Steiermark
22.12.2008 00:56
Mittlerweile ist klar, warum sich einer der Lenker nach dem spektakulären Unfall am Donnerstagvormittag auf der "Süd" in Modriach aus dem Staub gemacht hat. Der nagelneue BMW X6, den der Unbekannte zu Schrott fuhr, war in Italien gestohlen worden. Beim Gesuchten dürfte es sich daher um einen ein professionellen Autoschieber handeln. Der Mann (vermutlich Rumäne) ist nach wie vor auf der Flucht.

Wie berichtet, war ein ungarischer Sattelschlepper auf der schneeglatten Südautobahn verunglückt und ein nachkommender Pkw gegen den Laster geprallt. Es gab zwei Schwerverletzte. Wenig später raste der nagelneue BMW mit italienischem Kennzeichen gegen die Unfallwracks. 

Polizei befürchtete Sturz von Brücke
Der Lenker nahm sein Handy, telefonierte - und verschwand. Danach wurde eine große Suchaktion gestartet: "Wir haben befürchtet, dass er im Schock über die Leitschiene gestiegen und von einer Brücke gestürzt ist", sagte ein Autobahnpolizist. Doch dann stellte sich heraus, dass die sichergestellten Autopapiere gefälscht waren. Als die Beamten den BMW untersuchten, stellten sie Manipulationen an Motor- und Fahrgestellnummer fest. 

Autoschieber vermutlich Rumäne
Wie am Samstag bekannt wurde, war der BMW bereits im Oktober in Italien gestohlen worden. Wem der Wagen gehört, konnte anhand des Zündschlüssel-Codes ermittelt werden. Es wird vermutet, dass es sich bei dem Autoschieber um einen Rumänen handelt. Er dürfte im Auftrag einer organisierten Bande unterwegs gewesen sein. Der Autoschieber dürfte nach dem Unfall einen Komplizen angerufen haben, der ihm dann bei der Flucht half. Eine Fahndung nach dem Unbekannten blieb bisher erfolglos.

Mit 200 km/h auf schneeglatter Fahrbahn
Der Flüchtige war in Fahrtrichtung Graz unterwegs gewesen. Im Kalcherkogeltunnel - knapp vor der Unfallstelle - fuhr er nach Angaben der Autobahnpolizei mit mehr als 200 km/h, danach noch immer mit rund 160 km/h. Diese Angaben stammen von einem Beamten der Landesverkehrsabteilung, der mit einem Radargerät unterwegs gewesen war und versuchte, den Raser einzuholen. Aufgrund des Tempos dürfte es zum Auffahrunfall gekommen sein. Der Mann soll nach Augenzeugenberichten unverletzt geblieben sein.

von Peter Riedler, "Steirerkrone" und steirerkrone.at

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Steiermark
22.12.2008 00:56
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt