Feinstaub-Bremse

Überkopfanzeigen in Betrieb gegangen

Steiermark
17.12.2008 13:39
Die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf den Autobahnen im Großraum Graz wird ab Montag auch von der Luftgüte bestimmt: Bei zu hoher Feinstaubbelastung reduziert eine Verkehrsbeeinflussungsanlage (VBA) über 51 elektronische Anzeigetafeln das Tempolimit automatisch auf 100 km/h. Vorerst ist diese Tempobremse nicht notwendig: Die Feinstaubwerte liegen aufgrund des feuchten Wetters deutlich unter dem Grenzwert von 50 Mikrogramm je Kubikmeter Luft.

Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgte am Montag durch Umweltlandesrat Manfred Wegscheider (SPÖ) und Asfinag-Bau-Geschäftsführer Gernot Brandtner. Bei den Tests in den vergangenen beiden Wochen habe alles funktioniert, so Asfinag-Sprecher Volker Höferl. 

Feinstaubwerte derzeit niedrig
Am Montag Vormittag wurden zwar bereits Warnungen aufgrund von Nebel angezeigt, eine Herabsetzung des Tempolimits von 130 km/h erfolgte aber noch nicht. Solange es feucht bleibt, sei auch mit keinem nennenswerten Anstieg der Feinstaubwerte zu rechnen, hieß es am Montag von der der Landesumweltinformation Steiermark.

51 elektronische Überkopfanzeigen in Betrieb
Die Errichtung der VBA kostete rund 17,5 Millionen Euro, die Anlage wird ganzjährig in Betrieb sein. Auf 92 Autobahnkilometern wurden 51 elektronische Überkopfanzeigen und Seitensteher angebracht. Das Projektgebiet der "VBA Umwelt Steiermark" umfasst die Südautobahn zwischen Sinabelkirchen und Lieboch (43 Kilometer) und die Pyhrnautobahn vom Anschluss Peggau bis nach Leibnitz (49 Kilometer). 

Somit verfügt die Steiermark über die größte zusammenhängende Verkehrsbeeinflussungsanlage als Maßnahme gegen den gesundheitsschädlichen Feinstaub.

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