Die Mitarbeiter seien in Abteilungsversammlungen schon vor einigen Wochen informiert worden, dabei habe man auch eine - geheime - schriftliche Umfrageaktion gestartet. Rund 80 Prozent der Mitarbeiter hätten sich geäußert, sagte Leitner, davon hätten sich rund 98 Prozent für Kurzarbeit ausgesprochen. Von den 700 Mitarbeitern seien rund 530 Arbeiter, die restlichen 150 bis 160 seien Angestellte. Darüber hinaus habe man noch etwa fünf Leiharbeiter, bei denen aber einen Übernahme ins Beschäftigtenverhältnis überlegt werde. Laut Leitner gebe es seit Jahren eine Betriebsvereinbarung, wonach nur fünf Prozent der Belegschaft aus Leiharbeitern bestehen dürfe.
Derzeit nicht ausgelastet
Wie lange die eventuelle Kurzarbeit dauern könne, lasse sich nicht genau sagen. Sei sie überhaupt erforderlich, so gehe man von zwei bis drei Monaten aus, so der Betriebsrat. Man habe jedenfalls die Vorkehrungen getroffen, und sich vom Arbeitsmarktservice beraten lassen, aus Sicherheitsgründen und weil man einige Wochen Vorbereitungszeit brauche. Leider habe man derzeit keine volle Arbeitsauslastung, sagte Leitner.
Gespräche mit AMS geführt
Seitens des Arbeitsmarktservice Steiermark wurden die Gespräche bestätigt. "Wir haben mit ATB wie mit vielen anderen Unternehmen auch Gespräche über Kurzarbeit und die Abläufe dabei geführt", so Hermann Gössinger vom AMS Steiermark. Dabei sei es um Beratungen gegangen, er nehme an, dass man beim Unternehmen nun rechne. Die Gespräche seien durch die Regionalstelle Knittelfeld abgewickelt worden. Zehn Firmen habe man derzeit noch in Beratungen, zwei davon in Graz.
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