Di, 14. August 2018

Falsche Polizisten

29.10.2008 19:37

Burschen kassierten auf steirischen Straßen ab

Die beiden in der Vorwoche erwischten falschen "Cobra-Beamten" aus der Obersteiermark haben - unterstützt von zumindest zwei weiteren mutmaßlichen Tätern - mehrmals Verkehrsteilnehmer kontrolliert und, wie am Montag bekannt wurde, sogar Strafgelder einkassiert. Die Jugendlichen trugen dabei "falsche" Polizeiuniformen und hatten zahlreiche entsprechende Utensilien in ihrem Fahrzeug dabei (siehe "Blaulicht" und "Uniform" im Bild).

Am vergangenen Donnerstag wurde eine Polizeistreife in der Nähe von Trofaiach im Bezirk Leoben auf die beiden "uniformierten" Jugendlichen aufmerksam. Zwei Tage zuvor habe es bereits einen konkreten Hinweis auf betrügerische Kontrollen gegeben, hieß es am Montag seitens der Exekutive. Dadurch sei auch einer der Täter bereits namentlich bekannt gewesen.

Seit vier Wochen im "Einsatz"
Bei der Einvernahme gaben der 19- und der 16-Jährige aus dem Bezirk Liezen zunächst an, keine Verkehrskontrollen durchgeführt zu haben. Bald stellte sich aber heraus, dass die Jugendlichen seit rund vier Wochen immer wieder als Exekutivbeamte unterwegs gewesen waren. Die bisher der Polizei bekannten "Kontrollen" fanden allesamt im Bezirk Leoben - im Gebiet von Trofaiach, Leoben und Proleb - an teilweise abgelegenen Orten meist kurz vor oder nach Mitternacht statt. In mindestens acht Fällen wurde auch eine "Geldstrafe" für diverse Verkehrsübertretungen eingehoben.

Blaulicht im Kühlergrill
Bei der Untersuchung des "Dienstwagens" der Jugendlichen entdeckten Beamte ein im Kühlergrill montiertes Rot- und Blaulicht. Die Anlage sei bereits vor längerer Zeit fix montiert worden und betriebsbereit gewesen, so die Exekutive.

Komplizen standen Schmiere
Die Polizei forschte auch zwei weitere jugendliche Komplizen aus. Diese standen bei den Verkehrskontrollen etwa 300 Meter entfernt Schmiere: Sie warnten vor echten Polizeistreifen und machten auf mögliche Opfer aufmerksam. Alle Beschuldigten sind geständig, sie werden nach Abschluss der Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Leoben angezeigt. Die Polizei geht davon aus, dass noch mehrere Verkehrsteilnehmer geschädigt wurden und bittet diese daher, sich bei den Behörden zu melden.

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