Di, 14. August 2018

Karadzic-Double

18.09.2008 23:19

TV-Spot mit falschem D. Dabic erregt Bosnien

Vor den Kommunalwahlen in Bosnien am 5. Oktober hat ein lokaler TV-Sender im Norden des Landes in einem Wahlwerbespot einen falschen „Dragan Dabic“ eingesetzt. Unter diesem Namen hatte sich ja bekanntlich bis zu seiner Festnahme am 21. Juli der ehemalige Präsident der bosnischen Serbenrepublik, Radovan Karadzic, in Belgrad versteckt. In dem Werbespot unterhält sich ein Rauschebart mit dem Chef der „Serbischen Fortschrittlichen Partei“.

Der TV-Sender, der sich im Besitz von Vinko Peric befindet - passenderweise der Chef der „Serbischen Fortschrittlichen“ - strahlt seit Tagen den Werbespot aus, in dem sich der Parteichef mit einer „Dragan Dabic“ ähnlich sehenden Person über die „Vereinigung aller serbischen Länder“ unterhält. Die bosnische Telekommunikationsbehörde befasst sich inzwischen mit dieser Frage, zunächst wurden noch keine Maßnahmen gegen den Sender namens „Vikom“ getroffen.

Um die Gemeinderatsposten in 149 bosnischen Kommunen bemühen sich mehr als 29.000 Personen. Im Schnitt rittern um jeden Bürgermeisterposten drei Kandidaten. Es gibt Listen von 121 Parteien und Bündnissen, im Rennen sind auch 20 unabhängige Kandidatengruppen.

Einstige Einwohner von Srebrenica dürfen mitwählen
Zum ersten Mal seit dem Kriegsende im Jahre 1995 werden bei der bevorstehenden Wahl auch die einstigen Einwohner der früheren ostbosnischen bosniakischen (muslimischen) Enklave Srebrenica, die nun anderswo in Bosnien leben, ihre Stimme für die Kommunalbehörden dieser Kleinstadt abgeben können. Diese Möglichkeit wollen rund 5.000 frühere Stadtbewohner nutzen.

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