Violettes Eigentor

Kapfenberg erreicht dank Patzer der Austria 2:2

Steiermark
15.07.2008 12:39
Der erste tipp3-Bundesliga-Punkt der Kapfenberger ist geschrieben - dank einer mäßigen Wiener Austria. Die Gäste konnten sich nämlich nach dem enttäuschenden Auftakt-Remis gegen Kärnten am Sonntag auch in der zweiten Runde nicht rehabilitieren. Die "Veilchen" kamen bei Liganeuling KSV über ein 2:2 nicht hinaus, ein spätes Eigentor des chinesischen Neuzugangs Sun Xiang (92.) kostete die spielerisch nur phasenweise überzeugenden Wiener schließlich den Sieg. Für Kapfenberg war es indes die Belohnung einer beherzten Vorstellung.

Sturm Graz mit 0:0 gegen Soligorsk in 3. UI-Cup-Runde - siehe Infobox!

Bazina hatte die Wiener Austria gegen den KSV in der 36. Minute mit 1:0 in Führung gebracht, Liendl glich bald nach dem Seitenwechsel per - umstrittenem - Elfmeter nicht unverdient zum 1:1 aus. Okotie bedankte sich mit dem scheinbar entscheidenden - abseitsverdächtigen - Treffer zum 2:1 in der 73. Minute für das Vertrauen von Trainer Daxbacher, der ihn diesmal in die Startelf beordert hatte. Sun Xiangs Blackout bescherte Kapfenberg schließlich den Punktgewinn.

Die Austria setzte im Sturm anstelle Lafatas auf den zuletzt starken "Joker" Okotie bzw. im Mittelfeld auf Netzer und Krammer, der schon gegen Kärnten Sulimani ersetzt hatte. Kapitän Blanchard, der im Spiel gegen Kärnten einen Schlag auf die Wade bekommen hatte, musste überhaupt passen. Bei Kapfenberg bildete Rauscher gemeinsam mit Schönberger die Innenverteidigung (Abwehrchef Fukal noch immer angeschlagen), Taboga rückte nach rechts. Im Mittelfeld agierte statt Erkinger diesmal Schellander, Neo-Stürmer Pejic wird laut Trainer Gregoritsch wohl erst in rund zwei Wochen das Falken-Dress tragen.

Kapfenberg am Beginn für Violette gefährlich
Das Duell der zum Auftakt sieglos gebliebenen Teams begann durchaus gefällig. Kapfenberg versuchte im Gegensatz zum Bundesligaauftakt von Beginn an - vor allem über die linke Seite - spielerische Akzente zu setzen, schien den Respekt vor der Fußball-Bel-Etage abgelegt zu haben und sorgte durch Bernsteiner, der sich an der Torauslinie verdribbelte (6.) sowie einen Schellander-Volley (9.) schon früh für Gefahr im violetten Strafraum.

Bazina mit erstem Treffer für Austria
Die zweikampfstarken Gastgeber ließen kaum gute Aktionen der Austria zu, die sich in der ersten halben Stunde mit einer Handvoll Halbchancen begnügen musste. Vielmehr ließen Schönberger (24., Kopfball) und Siegl (25., Weitschuss) brauchbare Einschussmöglichkeiten ungenützt. So war denn auch der Führungstreffer für die Favoritner in der 36. Minute dem Zufall, aber auch der individuellen Klasse der Daxbacher-Elf geschuldet: Der von mehreren Kapfenbergern bedrängte Standfest brachte den Ball zu Okotie, der sich auf der rechten Seite nahe der Torauslinie mühelos gegen Rauscher durchsetzte und den Ball zur Mitte flankte, wo Bazina mit einem sehenswerten Volleyschuss die Führung bzw. seinen ersten Treffer für Violett markierte.

Liendl schaffte verdienten Ausgleich
Kapfenberg ließ sich aber nicht entmutigen und wurde schon bald nach dem Seitenwechsel für sein beherztes Spiel belohnt: Nach einem fraglichen Foul von Hattenberger, der Sencar im Strafraum angeblich gezogen hatte, netzte Liendl vom Elfmeterpunkt zum verdienten 1:1-Ausgleich ein (53.). Die Wiener reagierten prompt, drängten in der Folge auf den erneuten Führungstreffer. In der 57. Minute prallte ein Bazina-Freistoß von der Latte zurück ins Feld, kurz darauf hätte Okotie per Kopf die schöne Vorarbeit Netzers fast mit einem Tor vollendet (57.).

Okotie verwandelte gefühlvolle Vorlage in 1:2
Kapfenberg hielt dem gestiegenen Druck vorerst aber stand, übte mit Pressing immer wieder Druck auf die Austria aus und spielte selbst mehrere zumindest im Ansatz gefährliche Aktionen heraus. Just in jener Phase, in der Kapfenberg-Trainer Gregoritsch alles auf eine Karte setzte und Joker Wieger für Taboga brachte (70.), mussten die Gastgeber den zweiten Gegentreffer hinnehmen: Der von der Defensive sträflich alleingelassene Okotie, nahm eine gefühlvolle Vorlage von Acimovic dankend an und netzte aus wenigen Metern unbedrängt zum 2:1 ein (73.).

2:2 durch Eigentor von Sun Xiang 
Erneut ließ Kapfenberg nicht nach. Schließlich sollte sich auch noch die Einwechselung Wiegers, des Spielers und Managers in Personalunion, bezahlt machen: In der zweiten Minute der Nachspielzeit flankte der 36-Jährige hoch zur Mitte, Austrias Defensiv-Mann Sun Xiang, der auch bei seinem zweiten Auftritt nicht zu überzeugen wusste, erzielte im Springen ein lupenreines Volley-Eigentor und bescherte den Kapfenbergern so einen durchaus verdienten Punkt.

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