Aufsteiger rüstet

Nedveds “Schutzschild” am Sprung zu KSV

Steiermark
02.07.2008 13:03
Nur noch wenige Tage bis zum Abenteuer Bundesliga: Aufsteiger Kapfenberg bastelt vorm "Kick-off" gegen den LASK an zwei Transfer-Hämmern: Tschechiens Ex-Team-Kapitän Milan Fukal (kleines Bild), der schon Nedved (links im Bild) & Co. den Rücken frei hielt, soll neuer Abwehrchef werden. Dazu steht am Mittwoch Trnavas Stürmer Tomcak am Prüfstand.

"Der Fußball der Außerirdischen ist nach der EM abgezogen", grinst Werner Gregoritsch, "jetzt gibt's wieder Normalkost." Kapfenbergs Erfolgstrainer brennt aber bereits auf die Bundesliga, fühlt sich für den Heimstart nächsten Mittwoch gegen den LASK gerüstet: "Die Fans dürfen sich auf eine leidenschaftliche, voll motivierte Mannschaft freuen, die alles gibt und vor allem daheim versuchen wird, das Feuer von der zweiten in die erste Liga zu tragen!" Und es dürfte noch Verstärkung geben:

Milan Fukal, 33, wird als Abwehrchef getestet: "Er hat von 1997 bis 2003 19 Mal im tschechischen Team gespielt, war bei Hamburg und Gladbach", sagt Gregoritsch, "fußballerisch hätte er alles, was man braucht, nur hat er nach einer Knieverletzung leichte körperliche Probleme. Unsere Ärzte werden abklären, ob seine Wadenverletztung kurzfristig ist, oder ernst."

Da Kunzo private Probleme hat und nicht da ist, wäre Fukals Erfahrung (zuletzt Jablonec) kein Nachteil: Nach einer Verletzung von Nedved war der Kopfballkönig kurzzeitig sogar Teamkapitän, hielt bei der EM 2000 in Belgien "Krachern" wie Rosicky und Koller den Rücken frei.

Marian Tomcak, 27, von Spartak Trnava soll am Mittwoch (18.30) in Söchau gegen Interblock Laibach, Sloweniens Cupsieger, zeigen, ob er Kozelsky, Sencar, Liendl, Bernsteiner und Wieger im Angriff Konkurrenz machen kann. "Ein giftiger Konterstürmer", sagt Gregoritsch über den Slowaken, der in der abgelaufenen Saison sechs Tore machte.

Hut ab vor Panadic
Dass Hüttenbrenner nach einer Meniskus-Operation ausfällt und Rauscher (Halswirbelstauchung) fraglich ist, schmeckt Gregoritsch nicht - ein Glück, dass Patrik Siegl als Leitwolf ein Volltreffer zu sein scheint. Der Auftakt hat's ja in sich: "Mit LASK, Austria starten wir gegen Knaller!" LASK wurde beim 0:1 gegen Sesvete (Kr) von Kurt Russ beobachtet: "Die gehen auf einen UEFA-Cup-Platz los", glaubt Gregoritsch von seinem Ex-Team, "Vastic wird beweisen wollen, dass er gegen Deutschland zu Unrecht nicht im Team war. Und ihr neuer Trainer Panadic gefällt mir: Ihn wollte ich beim LASK noch als Spieler holen."

Gratkorn: Dauerbrenner Schwarz wieder Nummer eins
Siebzehn Jahre, drei verschiedene Ligen, ein Verein, ein Mann - Hannes Schwarz ist wohl der Inbegriff eines Dauerbrenners. Es war im Frühjahr 1991, als der heute 35-Jährige sein Debüt in der Gratkorner Kampfmannschaft gab, damals noch Tabellenletzter in der Landesliga.

Nun, den Klassenerhalt haben die Gratkorner in dieser Saison kurz vor Schluss fixiert - fünf Jahre später folgte der Aufstieg in die Regionalliga und seit mittlerweile vier Jahren kämpft der FCG in der Ersten Liga um Punkte. "Es ist ein Wahnsinn, wie sich der Verein seither entwickelt hat und mit den Erfolgen gewachsen ist. Man braucht ja nur das Stadion mit dem damaligen Zustand zu vergleichen", erinnert sich das Urgestein, das seit 1985 mit einjähriger Unterbrechung (in der U21 von Sturm) im Gratkorner Tor steht.

Nach fünf Jahren geht er heuer wieder als Nummer eins in eine Saison. "Das war immer mein Ziel. Jetzt will ich jede Partie zu Null spielen und bester Goalie der Liga werden - schließlich dürfen einem die Ziele nie ausgehen."

Langweilig wird's dem Sympathikus übrigens auch an spielfreien Tagen nicht. "Hauptberuflich" ist Schwarz nämlich noch immer Kesselwart im Gratkorner SAPPI-Werk. "Und ohne die dortige Unterstützung meiner Arbeitskollegen könnt ich etwa nie zu den Auswärtspartien mitfahren."

6:1 über Weiz
Am Dienstag beim 6:1 im Test über Weiz half aber auch das Tauschen der Dienste nichts mehr - nach der ersten Halbzeit musste der Goalie zur Nachtschicht antreten.

Gratkorn - Weiz 6:1 (2:0), Tore: Hassler 2, Panagiotopoulos, Gsellmann, Vorraber, Brauneis; Ehmann (ET).

von Volker Silli und Marcus Stoimaier, "Steirerkrone"

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Steiermark
02.07.2008 13:03
Loading

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Steiermark
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt