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04.12.2016 - 14:57
Foto: Philip Hafner, Sony Music

Pop- Band Granada: Repräsentativ für Österreich

19.09.2016, 13:30

Als Effi kennt man den musikalischen Südsteirer Thomas Petritsch längst über alle Genre- Grenzen hinaus - mit seinem neuen Projekt Granada und dem gleichnamigen Debütalbum liefert er uns nun zum drohenden Herbstbeginn eine Verlängerung des Sommers ins Haus. So leichtfüßig und schelmisch klang heimischer Pop schon lange nicht mehr. Wir haben das Mastermind zum ausführlichen Gespräch vor den Vorhang gebeten.

"Krone": Thomas, bist du eigentlich so ein Riesenfan der Provinz in Andalusien, dass du das Projekt Granada getauft hast?
Thomas Petritsch: Natürlich schwang dieser Ort auch etwas mit, vor allem in Bezug auf das Thema Fernweh, das sich durch unser Debütalbum zieht. Dass es den Ausdruck "da spielt's Granada" gibt, das haben wir tatsächlich erst später so wirklich realisiert.

"Krone": Zum Googeln ist der Name etwas unglücklich gewählt, da findet man euch natürlich nicht auf Anhieb…
Petritsch: Aber daran haben wir nicht gedacht, das war eigentlich niemals ein Thema bei all den Überlegungen. Wir mussten damit zufrieden sein, das war das Wichtigste.

"Krone": Das Projekt Granada wurde ursprünglich ja nur für den Film "Planet Ottakring" ins Leben gerufen. Warum wurde dann daraus etwas Beständiges?
Petritsch: Ich wurde gefragt, ob ich den Titeltrack zu dem Film machen will und hatte anfangs Berührungsängste. Vor allem vor der deutschen Sprache, weil ich davor nur Englisch sang. Dann hatte ich aber plötzlich extrem viel Spaß und es entstanden sechs, sieben Songskizzen, die ich einfach nicht verwerfen wollte. Ich wollte dann das Projekt umsetzen und auf die Bühne bringen und so hat sich Granada schließlich als fixes Projekt installiert.

"Krone": Effi und Granada sind ja nicht nur sprachlich unterschiedlich, sondern auch musikalisch ganz anders.
Petritsch: Das hört man schon an der Instrumentierung. Bei Effi gibt es kein Akkordeon und die ganze Mentalität dahinter ist eine andere. Die Sprache ist natürlich der Hauptunterschied. Granada ist Deutsch mit Dialekten, Effi eben Englisch. Von der Sprachmelodie verändert sich da natürlich auch viel. Effi hat auch eine andere Arbeitsphilosophie, ich habe da viel mehr selbst entschieden als bei Granada. Ich habe bei Effi vieles alleine aufgenommen, bei Granada machten wir das im Team.

"Krone": Ist es für dich gleich einfach, in Deutsch und in Englisch zu singen?
Petritsch: Ich würde eher sagen gleich schwierig. (lacht) Man muss sich immer mit der Textmelodie spielen, um dem Song eine Wirkung zu verleihen, aber die Grundidee eines Songs bleibt die gleiche. Das ist ja allgemeingültig im Jazz, Pop oder in der Klassik. Man drückt oft sogar das gleiche aus, aber die Sprache verändert die Melodie. Spanisch ist schon wieder was ganz anderes.

"Krone": Deutschsprachig zu singen als österreichische Band, funktioniert seit einigen Jahren auch international sehr gut. Hast du auf die Beispiele Wanda und Bilderbuch und deren Erfolg geschielt, als du dich für die deutschsprachigen Texte entschieden hast?
Petritsch: Es war zumindest nie der Ansatz, so zu denken. Ich hatte das Projekt eben für den Film geplant und durch den Spaß an der Arbeit habe ich es einfach weitergemacht. Österreichischsprachige Musik hat immer gut funktioniert. Auch früher mit Hubert von Goisern oder den Ausseer Hardbradlern. Später kamen dann Ernst Molden oder der Nino aus Wien - es funktionierte quer durch die Bank. Der einzige Unterschied ist jetzt, dass durch den Erfolg in Deutschland die österreichischen Medien einen stärkeren Fokus auf österreichische Musik legen. Natürlich erreichst du damit neue Leute, aber es wäre zu leicht zu sagen, dass es erst jetzt so funktioniert.

"Krone": Das Ziel wird wohl auch für dich sein, mit der Musik über die Landesgrenzen hinaus zu strahlen.
Petritsch: Das weiß ich gar nicht so recht. Schön wäre es, aber ob man unsere Musik den Deutschen zumuten kann, ist die andere Frage. (lacht) Wer sie hört, der hört sie und ich bin auch glücklich, wenn wir Fans aus Neuseeland haben.

"Krone": Aber versteht ein Deutscher überhaupt einen Song wie "Ottakring" - oder auch Wanda- Songs? Oder haben wir Österreicher da einen "Skurrilitätsbonus"?
Petritsch: Ein bisschen stimmt das mit dem Skurrilitätsfaktor sicher. Als Österreicher wird man dort immer geschätzt, mitunter auch wegen unseres netten Dialekts. Deutsche mögen Österreicher einfach sehr gern, auch wenn sie nicht alles verstehen. Das beginnt ja schon bei Wörtern wie Mistkübel oder Sackerl. (lacht)

"Krone": In den Granada- Songs wird sehr oft das Akkordeon eingesetzt. War es das Ziel, dieses Instrument in diesem Kontext wieder "cool" zu machen?
Petritsch: An so etwas denke ich nicht, mir gefiel einfach das Instrument sehr gut. Auch im Zuge zur Arbeit für "Planet Ottakring" hat es sich einfach angeboten. Es hat etwas Ur- Wienerisches an sich und als Steirer kenne ich sonst nur die Klopfharmonika, die ähnlich, aber doch anders ist. Hier ging es darum, das Instrument einmal neu einzusetzen.

"Krone": Ein wichtiger Aspekt von Granada sind auch die Videos, die von Bernhard Kaufmann inszeniert werden. Sie sind nicht effektüberladen, sondern brillieren eher durch neuartigen Ideenreichtum. Kommen die Ideen von euch beiden?
Petritsch: Es ist eine Mischung aus beiden. Bernhard hat die Grundidee und ich bringe mich dann ein, wir haben dann einfach eine Ideenschmiede.

"Krone": Das Video zu "Pina Colada" war eine "One- Take- Aufnahme". Wie lang hat es gedauert, bis das saß?
Petritsch: Nicht sehr lange, etwa sieben oder acht Versuche waren nötig.

"Krone": In so einem Video mitzuspielen bedeutet natürlich Schauspielern. Fällt dir das leicht? Fühlst du dich so wohl wie beim Musikmachen?
Petritsch: Ich fühle mich in dieser Rolle sogar extrem wohl, weil es unheimlich viel Spaß macht. Mit so vielen Leuten zu arbeiten und alles in einem Take abzudrehen ist verdammt schwierig, aber selbst wenn da Fehler drinnen sind, glänzt das Ganze durch Imperfektionismus. Es muss nicht immer alles auf Hochglanz getrimmt sein und 500.000 Euro kosten. In Österreich geht das ja auch kaum. Wir wollten die Idee in den Vordergrund stellen und nicht das Drumherum.

"Krone": Geht ihr bei Granada wirklich demokratisch vor? Man würde ja vermuten, dass du, wie bei Effi, eher alleine für alle Kompositionen und Texte zuständig bist.
Petritsch: Es wird demokratisch an den Songs gearbeitet und gerade bei der Live- Umsetzung gibt es immer Änderungen und Adaptierungen. Wir reden oft darüber, alles zu verbessern und fetziger zu machen. Wir werden das noch stärker fokussieren, denn hier standen ja schon Songs, bei denen ich vorgearbeitet habe. Wir haben auf jeden Fall ein Gemeinschaftsgefühl.

"Krone": Granada- Songs weisen sehr schöne Melodien auf, die durchaus auf Fendrich- oder STS- Zitate zurückgreifen. Bist du von den Granden des Austropop inspiriert?
Petritsch: Teils schon. Als Steirer wächst man sowieso stark mit STS auf, aber auch mit Ambros, Danzer und Co. Anfangs ist das zwangsweise so, aber man kommt später drauf, dass die Songs schön sind und die Melodien hängen bleiben. Ich habe auch viele Einflüsse von den Rolling Stones oder den Beatles und irgendwann mischt sich alles zusammen und daraus entstehen Granada- Songs.

"Krone": Dank deines Erfolgs bei FM4 kennt man einige Nummern des neuen Albums schon seit einigen Monaten. Wäre die Platte, bei früherem Erscheinungstermin, nicht ein perfektes Sommeralbum gewesen? Kommt der Release im Frühherbst thematisch nicht zu spät?
Petritsch: Es kommt ja wieder ein Sommer. Dann wird es einfach das Sommeralbum 2017. (lacht)

"Krone": Gibt es einen thematischen roten Faden auf "Granada"? So etwas wie Urlaub, Sommerstimmung oder die österreichische Mentalität?
Petritsch: Hauptsächlich die österreichische Mentalität, aber es gibt keinen thematischen roten Faden. Die Songs sind auf jeden Fall sehr durchmischt. Es geht um Fernweh, um die Liebe oder um die Entschleunigung. Der rote Faden ist am ehesten die Instrumentierung und der Versuch, heimische Themen aufzugreifen und modern wiederzugeben.

"Krone": In "Lang is her" besingst du deine Beziehung zum burgenländischen Strand. Ist das eine nostalgische Rückschau in deine eigene Kindheit?
Petritsch: (lacht) Das Burgenland als Grenzland finde ich extrem romantisch. Der Neusiedler See hat etwas total Charismatisches an sich. Burgenland ist sehr schön, aber wenn man die Abwanderungsraten ansieht, leider auch trostlos, verloren und verlassen. Lang is eben her, dass dort wirklich viel los war und Menschen hingezogen sind. Der Einfluss des Balkans auf Österreich war damals sehr groß, es spielte sich dort viel mehr ab. Das ist eher die Thematik des Ganzen.

"Krone": Blüht dieses Schicksal in Österreich nicht auch anderen schönen Gegenden, nachdem Stadtflucht und auch Gentrifizierung im Steigen begriffen sind?
Petritsch: Ich glaube schon. Ich war unlängst in Eisenerz am "Rostfest" und ich weiß nicht, wie stark da der Abzug ist. Vor zehn Jahren hatten die wohl doppelt so viele Einwohner. Alle wollen in die Stadt und gute Jobs. Da muss man zwangsweise weg und so entstehen auch immer mehr Geisterstädte.

"Krone": Obwohl du Songs wie "Ottakring" auf "Granada" hast, ist es für mich kein Stadtalbum. Du schleichst damit gerne auch ins Land und in die Ferne.
Petritsch: Es schleicht aufs Land, das ist gut, das hätte ich nicht besser sagen können.

"Krone": Die Textzeile "I brauch kann Straund, denn i bin eh am Saund" im Song "Palmen am Balkon" - ist das nicht DER österreichische Satz?
Petritsch: Den österreichischen Satz gibt es nicht. (lacht) Aber ich spiegle damit wohl ein bisschen die Volksseele wider. Mir geht es ja selbst so, dass ich will, dass mich alle in Frieden lassen.

"Krone": Hat der Österreicher einen gewissen Naturgrant in sich? Obwohl man das oft nur Wienern attestiert.
Petritsch: Das ist vielleicht etwas pauschalisierend ausgedrückt, aber es gibt natürlich eine gewisse Mentalität. Das "Wiener Granteltum" wurde durch die Literatur aus dem 18./19. Jahrhundert und viele heimische Filme hochstilisiert. Ich glaube aber, es ist bei uns etwas Tiefergreifendes und in Österreich gibt es ja nicht nur grantige Menschen. Der typische österreichische Satz ist eher so "ich kann nix dafür, es wird eh werden". Man ist nie Schuld an etwas, weil die Gesellschaft macht das. Wir nehmen uns gerne aus der Verantwortung.

"Krone": Aber gerade diese "Machen wir schon, geht sich alles aus"- Einstellung ist in Zeiten des Stresses und hoher Geschwindigkeiten sehr angenehm und entschlackend.
Petritsch: Das Durchatmen ist extrem wichtig. Wenn du durchläufst, fällst du um und bist tot. Da mache ich lieber Pausen und laufe länger. Ich muss mich selbst ohne eine Deadline auch immer motivieren, weiterzumachen. Pausen sind für mich sehr wichtig und ich bin extrem gerne faul. Wenn etwas kommt, dann macht es auch Spaß. Ich merke, dass ich eigentlich sehr repräsentativ bin für einen Österreicher. (lacht)

"Krone": Mit Effi und Granada bist du mittlerweile mit zwei Projekten im Business so vertreten, dass die Menschen eine gewisse Erwartungshaltung an dich haben. Funktioniert das Laissez- Faire dann überhaupt noch?
Petritsch: Mich belastet das eigentlich gar nicht, denn Druck macht man sich immer nur selbst. Er entsteht aus den eigenen Erwartungen, aber ich möchte meinen nur genügen. Wenn ich nichts Gutes schreibe, dann geht halt mal nichts. Das muss man auch akzeptieren.

"Krone": Wenn du textest, wirst du sicher viele Ideen wegschmeißen, doch wann ist etwas gut für dich? Was muss passieren, damit du zufrieden bist?
Petritsch: Das ist eine Sache des Gespürs. Gewisse Formulierungen funktionieren beim Texten einfach nicht, auch wenn sie sich reimen. Das Suche nach einem bestimmten Wort nimmt oft wirklich viel Zeit in Anspruch und gewisse Wörter sind mehrdeutig und lassen Möglichkeiten auf Metaphern zu. Wenn es für einen selbst Sinn ergibt und man sich über einen Satz freut, dann hat man es richtig gemacht.

"Krone": Wenn man das auf die Musik ummünzt - gäbe es neben dem Akkordeon noch weitere, für den Pop weniger übliche Instrumente, die du zukünftig ausprobieren würdest?
Petritsch: Zurzeit ist es gut, wie es ist, aber wenn sich ein anderes Instrument einmal anbieten sollte, würde ich nicht per se nein sagen.

"Krone": Bei "Palmen am Balkon" denkt man unweigerlich an Balkonien, des Österreichers vielleicht liebste Urlaubsdestination. Bist auch du oft lieber einfach daheim, als irgendwo weit weg?
Petritsch: Eigentlich bin ich nicht der große Sommermensch, zu viel Sonne ist mir zu viel. Mir sind Frühling und Herbst im Prinzip lieber.

"Krone": Interessant ist natürlich auch die Nummer "Wien wort auf di", ein dialektisches Cover von Billy Joels Hit "Vienna". Wie bist du darauf gekommen?
Petritsch: Ich habe sein musikalisches Schaffen erst vor zwei oder drei Jahren kennengelernt, irgendwie bin ich da immer vorbeigerutscht. Ich habe seine Alben durchgehört und bin total reingekippt, mich musikalisch neu verliebt. "Vienna" war ein Song davon und mir hat der textliche Zugang gefallen. Es passte dann wie die Faust aufs Auge, dass im Refrain die Zeile "Vienna waits for you" vorkam. Der Leistungsdruck und das Hochbuckln und nicht mehr zur Ruhe kommen ist ja immer noch ein starkes und wichtiges Thema in der Gesellschaft. Der Anreiz, dieses Thema österreichisch aufzubereiten, war für mich das Spannende. Joel schrieb die Nummer, weil er damals von der Gesellschaft gehetzt war, da es in den USA gerade den Wirtschaftsaufschwung gab. Er war dann auf Besuch bei Verwandten in Wien und sah eine alte Frau die Straße kehren und dachte sich, wie gemütlich das Leben hier wäre. Wie sie da gemächlich und ohne Druck kehrt - und das war seine Inspiration. Im Prinzip ist die Nummer ein abstrakter Begriff für "komm einmal runter".

"Krone": Ruiniert dieses immer schneller werden und das gesellschaftliche Gehetze nicht die Kreativität?
Petritsch: Ich glaube, man kann sich rausnehmen.

"Krone": Kann man das wirklich, wenn man Geld verdienen und eine Familie ernähren muss?
Petritsch: Teils schon. Im kreativen Bereich geht es mit Sicherheit, aber das ist die Entscheidungssache von jedem einzelnen. Zurückdrehen und runterschalten ist aber essenziell im Leben.

"Krone": Wer ist die titelgebende "Taube im Glas"?
Petritsch: Das ist ein Lied von unserem Gitarristen Lukas. Du musst dir das vorstellen wie der eingerexte Vogel. Man versucht im Prinzip die Liebe einzufangen und einzurexen - so wie diese Metapher mit dem Schmetterling, der stirbt, wenn du ihn zu fest hältst.

"Krone": Die Songs an sich haben alle einen persönlichen Touch, der direkt mit euch zu tun hat?
Petritsch: Es ist natürlich genug Allgemeingültigkeit da, aber es ist unmöglich, nicht persönlich zu schreiben. Es gibt zu viel Unterbewusstes, das raus muss. Wenn man Angst hat, sich zu sehr zu öffnen, dann darf man gar keine Musik oder keine Texte schreiben. Dann kann man eh nur zitieren. Doch selbst dann wählst du dann Zitate, die dich berühren.

"Krone": Werden Effi und Granada in Zukunft eigentlich dieselbe Priorität haben, oder wird ein Projekt unter deinem Stress leiden?
Petritsch: Der Plan ist schon, alles gleich wichtig laufen zu lassen, auch wenn jetzt für Effi natürlich wenig Zeit ist. Wenn Ideen kommen, schreibe ich sie nieder, denn jetzt fallen mir ja deutsche und englische Sachen ein. (lacht)

"Krone": Im November tourt ihr mit den Sportfreunden Stiller durch Deutschland - ist das die perfekte Kombination? Passen sie menschlich und musikalisch ideal zu Granada?
Petritsch: Das passt wirklich perfekt. Wir haben mit ihnen in Ulm gespielt und lernten sie gut kennen. Wir haben Schnaps getrunken und viel geredet und alles harmoniert gut. Das ist auf einer Tour sehr wichtig und mit den Sportfreunden wird es extrem witzig, weil sie so sympathisch sind.

"Krone": Auf der Support- Tour werdet ihr von vielen Leuten entdeckt werden, bei den Österreich- Shows, die ihr dann selbst als Headliner spielt, kommen die Leute für euch. Ist das für dich beim Auftreten ein großer Unterschied?
Petritsch: Man gibt immer sein Bestes und versucht die Leute zu erreichen. Man muss sich mit jeder Show aufs Neue beweisen, da gibt es keine großen Unterschiede. Wir wollen die Energie verbreiten mit dem größtmöglichen Spaß. Jeder soll einen schönen Abend haben - egal ob als Vor- oder Hauptband.

"Krone": Was wäre denn das perfekte österreichische Tourpackage mit Granda?
Petritsch: Ich würde sagen Hubert von Goisern. (lacht) Ich weiß auch nicht wieso, aber es würde wohl wirklich gut passen.

"Krone": Schon im März gab es lange vor dem Album- Release durch die FM4- Songs einen kleinen Underground- Hype, bei dem ihr das Grazer ppc und das Wiener Chelsea ausverkauft habt. Das muss sich doch irrsinnig gut angefühlt haben.
Petritsch: Natürlich. Für uns war es extrem überraschend und damit umso erfreulicher. Es macht unendlich viel Spaß vor so vielen Leuten zu spielen, das kann man mit nichts vergleichen.

"Krone": Würdet ihr nach "Planet Ottakring" auch wieder was für einen Film machen? Etwa auch mal einen Filmscore?
Petritsch: Das wäre auf jeden Fall interessant. Die Umsetzung von filmischen Szenen in die Musik transferiert, ich will mich ja auch nirgendwo verschließen. Wir sind ganz offen für fast alles. Gerade die Intermedialität zwischen Film/Theater und Musik ist sehr geil. Ein kompletter Soundtrack wäre verdammt interessant. Atmosphäre erschaffen und etwas Konzeptionelles anzulegen. Wir haben ja noch Zeit.

"Krone": Gerade auf FM4 sind Effi als auch Granada in Dauerrotation. Glaubst du nicht, dass du mit den Granada- Songs jetzt auch den Mainstream- Markt erobert könntest?
Petritsch: Keine Ahnung, das müssen andere beurteilen. Ich machte Musik, zu der ich stehe und die mir Spaß macht. Es würde mich natürlich freuen, wenn die Songs überall gespielt werden. Wer will nicht mehr Publikum lukrieren? Wenn ich Menschen mit meiner Musik glücklich machen kann, dann würde ich mich nicht dagegen sträuben.

Wer sich von den Live- Qualitäten Granadas überzeugen will, hat im Dezember ausreichend Gelegenheit dazu. Am 12. Dezember spielen Granada im Grazer ppc, am 13. Dezember im Wiener WUK, am 14. Dezember im Linzer Posthof, am 15. Dezember im Conrad Sohm in Dornbirn, am 16. Dezember im Innsbrucker Weekender und am 17. Dezember im Rockhouse Salzburg. Tickets für die Events erhalten Sie HIER .

19.09.2016, 13:30
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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