Di, 12. Dezember 2017

Drei Verletzte

02.12.2017 15:02

Scherenattacke im Welser Klinikum

Scheren-Amok im Welser Klinikum: Ein Psychiatrie-Patient (52) ging Samstagfrüh mit einer Schere auf drei Krankenschwestern los, verfolgte sie und verletzte alle drei. Zuvor hatte der Mann sich selbst in die Brust gestochen und dann die Polizei alarmiert. Er wurde überwältigt, ist jetzt in der Forensik der Justizanstalt Linz.

Der 52-jährige Mann aus Marchtrenk war in der Vorwoche wegen Wahnvorstellungen in die Psychiatrie des Welser Klinikums eingeliefert worden. Samstagfrüh gegen 4.20 Uhr "erbeutete" er auf der offenen Station im Erdgeschoß zwei Scheren, stieß sich eine in der Herzgegend in die Rippen, rief dann von der Station aus die Polizei an: "Ich brauche Hilfe!"

Da wurden auch die Stationsschwestern auf den Zwischenfall aufmerksam, eine 34-jährige Krankenschwester aus Linz wollte per Mobiltelefon Hilfe rufen. "Mach das nicht, gib mir das Handy", forderte sie daraufhin der leicht verletzte Patient auf - und ging auf die Schwester und auf zwei ihrer Kolleginnen los.

Die Frauen flüchteten daraufhin in Richtung geschlossene Abteilung, doch der 52-Jährige verfolgte sie mit den Scheren in der Hand, holte sie ein und attackierte sie. Der 34-Jährigen stach er dabei zweimal ins Gesäß und in den Oberschenkel, eine 24-jährige Krankenschwester aus Pasching erlitt beim Abwehrkampf Prellungen, eine 26-jährige Krankenschwester aus Hofkirchen an der Trattnach zog sich  Abschürfungen zu. Alle drei waren zudem erheblich geschockt.

Wenig später traf die vom Amok-Läufer selbst alarmierte Polizeistreife ein, die Beamten nahmen den Psychiatrie-Patienten fest. Er wurde in die forensische Abteilung der Justizanstalt in Linz eingeliefert.

Unklar ist noch, wie der Psychiatrie-Patient überhaupt zu den Scheren kommen konnte, dazu laufen noch Ermittlungen.

Johann Haginger / Kronen Zeitung

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