Mo, 21. Mai 2018

„Krone“ vor Ort

09.03.2018 14:55

So gefährlich ist der Wiener Praterstern!

Kriminelle, Dealer, Obdachlose: Die weitläufig überdachten Areale samt gratis WLAN am Wiener Praterstern sind wie geschaffen als Hotspot für Menschen am Rande der Gesellschaft. „Besonders in der Nacht ist das Risiko einer Attacke hoch“, lautete der Tenor bei einem „Krone“-Lokalaugenschein. Aus Wut über sein verpfuschtes Leben hatte ein Flüchtling aus Afghanistan eine Arztfamilie niedergestochen und am Praterstern seinen Dealer attackiert.

Obwohl die Wiener Polizei den Amokläufer rasch ausforschte, stecken die erschütternden Attacken den Menschen am Problem-Bahnhof gehörig in den Knochen.

Wegweisung nicht möglich
„Man sieht sich öfters um, weicht Gruppen aus und hofft, es passiert nix“, sagt Mathea M. „Ab 17 Uhr trauen wir uns nicht einmal mehr den Mist wegzuwerfen oder auf die Frauentoilette zu gehen, weil uns selbst dort Afghanen auflauern“, schildert Floristin Natascha K. (39). Selbst massive Polizeipräsenz und ständig patrouillierende ÖBB-Sicherheitskräfte bekommen den Brennpunkt nicht in den Griff. „Wir können die Horden nicht wegschicken, weil sie erklären, dass sie auf einen Zug warten“, so ein Insider. Der Mix aus Afghanen, Tschetschenen, Afrikanern, Drogensüchtigen und Obdachlosen sorgt ständig für Wirbel.

„Gefühl der Angst hat sich verschärft“
„Ich bin eine wehrhafte Frau, aber abends nehme ich lieber ein Taxi“, sagt auch eine Pensionistin. „Meine Mutter arbeitet in einem Hotel, sie hat Angst“, meint wiederum Lukas L. Und Mathea M. fügt hinzu: „Wir haben immer ein mulmiges Gefühl und blicken uns um, wenn wir am Praterstern unterwegs sind. Seit den Messerattacken hat sich das Gefühl der Angst verschärft. Wobei, der Polizei kann man hier keinen Vorwurf machen. Sie ist sehr präsent.“

Wie gefährlich es am Praterstern ist, musste auch ORF-Money-Maker Alexander Rüdiger erleben: „Ich wurde aus heiterem Himmel von einer Gruppe Männer attackiert und musste mein Heil in der Flucht suchen!“

Aufatmen indes im Falle des schwer verletzten Messer-Opfers Wolf H. – der Zahnarzt (67) schwebt nicht mehr in Lebensgefahr.

Florian Hitz, Kronen Zeitung

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