Fr, 27. April 2018

Bad Aussee

05.02.2018 19:30

Chirurgie-Pläne sorgen für viel Verunsicherung

Wieder einmal Aufregung um das Thema Chirurgie: Wie berichtet, werden wegen des Ärztemangels (es gibt nur 24 statt der benötigten 38 Fachärzte) die Abteilungen der LKH Bad Aussee und Rottenmann fusioniert. Meldungen, wonach es bald keine Nachtdienste mehr in Bad Aussee geben wird, sorgen für viel Verunsicherung. „Wir wissen uns zu wehren“, heißt es aus der Region Richtung Graz. 

Am Montag vergangener Woche wurden Mitarbeiter der LKH über die neue chirurgische Versorgung informiert: Geplant sind gemeinsame Dienstpläne und eine gemeinsame Leitung unter Primar Savo Miocinovic. „Bei diesem Gespräch fiel kein Wort über ein mögliches Aus für Nachtdienste“, sagt Betriebsrat Gerhard Wechtitsch. Am selben Tag fand ein Gespräch zum geplanten Ennstaler Leitspital zwischen Landesrat Christopher Drexler und der regionalen Bürgerinitiative statt – im Beisein der „Krone“. Die Ausseer Chirurgie war ein Thema, aber auch hier kein Wort von Nachtdiensten.

Für umso mehr Wirbel sorgten dann Meldungen am Wochenende, wonach es in Bad Aussee nur noch tagsüber Chirurgiebetrieb geben soll. „Die Verunsicherung bei Mitarbeitern und in der Bevölkerung ist groß“, sagt Wechtitsch. Bei der KAGes will man das Aus für die Nachtdienste nicht bestätigten. Die Richtung ist allerdings klar: Die chirurgische Nachbetreuung soll in Rottenmann konzentriert sein, in Bad Aussee der Fokus auf tagesklinische und ambulante Eingriffe liegen.

„Es wird schlussendlich wohl eine politische Entscheidung werden“, meint Wechtitsch, der auch betont: „Wir wissen uns zu wehren.“

Jakob Traby
Jakob Traby

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