Das freie Wort

Schulden über Schulden

Trotz höchster Steuerlast ist der österreichische Staatsschuldenstand im heurigen Jahr in nur drei Monaten, von Jänner bis März, um stolze 18,5 Milliarden Euro auf insgesamt 412,60 Milliarden Euro gestiegen! Bis zum 28. Juli 2025 sind weitere Schulden von 2 Milliarden Euro dazugekommen. Aufgeteilt auf alle Erwerbstätigen im Land beträgt der Schuldenstand pro Person 93.380,00 Euro. Eine unglaubliche Summe, die weder unsere Enkel- noch Urenkelkinder jemals werden begleichen können. BK Nehammer und Finanzminister Brunner haben uns vor der NR-Wahl die volle Höhe der Schulden verheimlicht, aus Angst vor einer noch deutlicheren Wahlniederlage. Das ist nichts anderes als Betrug am Wahlvolk! „Wir müssen den Gürtel enger schnallen und künftig auf vieles verzichten“, meinte unser Herr Bundespräsident bei seiner Ansprache anlässlich der Salzburger Festspiele. Vielleicht sollte unser Herr BP bei sich selbst den Verzicht einfordern, ebenso bei der aufgeblähten und teuersten Regierung aller Zeiten. Wir Bürger können den Gürtel nicht mehr enger schnallen, weil uns bereits die Hose ausgezogen wurde durch eine noch nie da gewesene Teuerungswelle in allen Bereichen, geprägt durch überhöhte Energiepreise, hohe Lebensmittelpreise, kaum leistbare Wohn- und Mietkosten, ein kaputtes Gesundheitssystem, und sogar bei Pensionisten und behinderten Personen wird gespart. Ein Wahnsinn, weil sie allesamt keine Ahnung haben, wie es den Menschen an der Basis geht und was Arbeiten wirklich bedeutet. Sie verteilen munter unser hart erarbeitetes Steuergeld im Ausland und schieben der Ukraine eine Unmenge an Geld in den Rachen, aber wir Bürger sollen den Gürtel enger schnallen!? Das darf doch nicht wahr sein! Ein Trauerspiel, wie unser schönes und einst so stolzes Österreich trotz höchster Steuereinnahmen von einer unfähigen Politik wirtschaftlich und auch finanziell abgewirtschaftet wurde. Österreich braucht Experten mit Herz, Hirn und Hausverstand in der Regierung und keine Politiker, die Entscheidungen aufgrund der Parteifarbe treffen. Eine direkte Demokratie nach Vorbild der Schweiz wäre der Ausweg, wo das Volk wichtige Entscheidungen trifft. Aber dazu wird es in Österreich, wo die parlamentarische Demokratie mit ihren vielen Schwächen regiert, nicht kommen.

Josef Klepits, Oberwart

Erschienen am Di, 5.8.2025

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