Das freie Wort

Wann reagiert die Politik endlich?

Die Zustände in unserem Lande sind unhaltbar. Kein Tag ohne Gewaltdelikte. Kein Tag ohne Streitigkeiten zwischen den Regierungsparteien. Jüngster Hickhack ist die Frage, warum wir noch immer kein Gesetz für die Überwachung der Social-Media-Services haben. Vor vier Jahren gab es das Attentat in der Innenstadt, und im Zuge der Analyse des Vorfalls wurde bekannt, dass unser Staatssicherheitsdienst diese Kommunikationskanäle nicht überwachen kann bzw. mangels gesetzlicher Voraussetzungen nicht überwachen darf. Vier Jahre sind vergangen, weil der Datenschutz unverständlicherweise Priorität vor dem Recht der Bürger vor Gewaltschutz hat. Warum ist es so schwierig, dieses Thema endlich zu erledigen? Wir brauchen in Österreich hier nichts zu erfinden, andere Länder haben dieses Thema schon längst gelöst. Ja, der grüne Koalitionspartner verzögert, aber vier Jahre darf das Thema nicht brauchen. In wenigen Wochen haben wir die wohl wichtigste Wahl. Es tut gut, dass die Parteien noch nicht begonnen haben, uns Bürger mit öder Plakatwerbung zu belästigen. Daher gäbe es noch Zeit zu überlegen, welche Botschaften zu vermitteln wären. Was immer uns die Parteien sagen wollen, es sei daran erinnert, dass wir Bürger Programme wollen, die unsere Lebensumstände verbessern. Das Land ist in einer schwierigen Situation. Die amtierende Regierung hat kaum Reformen zustande gebracht. Daher sind die Kassen leer. Experten fordern Einsparungen. Zwei Obmänner haben dem bereits eine Absage erteilt, und es wird spannend, wie die künftige Regierung den Spagat zwischen Stimulierung der Wirtschaft bei gleichzeitigen Einsparungen schaffen will. Eine Milliardenposition, die sich anbietet, wäre die Abkehr von der Willkommenspolitik. Es wäre an der Zeit, sich daran zu erinnern, was Asyl bedeutet, und das ist zweifelsfrei – und auch vom Völkerrecht gedeckt – die Rückführung Schutzsuchender im Falle der Änderung der Lage in ihren Herkunftsländern. Nachdem vor einigen Tagen ein deutsches Gericht festgestellt hat, dass es in Syrien keine ernsthafte Lebensgefahr für Schutzsuchende gibt, wären die wahlwerbenden Parteien gut beraten, uns ihre diesbezüglichen Pläne kundzutun. Für viele Wähler wären konzise Rückführungsprogramme eine gute Entscheidungshilfe.

Dr. Erich Gnad, Wien

Erschienen am Do, 15.8.2024

Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
17.4.2026Datum auswählen
Kampfabstimmung abgesagt
Die Kampfabstimmung ist abgesagt: Die SPÖ torkelt von einer Peinlichkeit in die nächste. Babler wollte seine bald 61-jährige Staatssekretärin ...
Robert Kindl
Die Jungen wollen nicht, die Alten aber sollen
Was die Jahrgänge 1930 bis 1990 mit harter Arbeit aufgebaut und an Wohlstand geschaffen haben, wird nun von den Wohlstandsgenerationen an die Wand ...
Walter Janisch
Sozialbetrug
Wenn man dem Bericht Glauben schenken darf, dass 2025 allein 22,8 Mio. Euro (seit Bestehen der Taskforce 158 Mio. Euro) an Sozialleistung ...
Franz Umgeher
Trump kontra Papst
Gott sei Dank kann Donald Trump unseren verständnisvollen und Frieden wollenden Papst Leo mit seinen Machtgelüsten weder kündigen oder gar entlassen.
Elmar Niederkofler
Zeit für eine Neupositionierung?
Immer deutlicher treten die Risse in der Weltordnung zutage. Zwischen den Machtzentren hat sich ein Niemandsland des Vertrauens aufgetan – ein Raum, ...
Josef Richard Skumautz
Allein mir fehlt der Glaube
Der deutsche Kanzler Merz sagt anlässlich eines Besuchs Zelenskijs in Berlin, dass Russland den Krieg nicht gewinnen wird. Bei dieser kühnen Aussage ...
Josef Blank
Also sprach Herr Merz
Und er muss es ja wissen, wenn er sagt, dass Russland diesen Krieg nicht gewinnen wird. Aber die Ukraine sicher auch nicht. Und wenn wem vorab die ...
Friedrich Travnicek
Nur noch drei Wochen
Der diesjährige Urlaubssommer wird wohl kein Honiglecken und keine richtige Erholung, weil ein äußerst teures Vergnügen. Europas Fluggesellschaften ...
Christian Stafflinger
Fluglinien warnen vor Kerosin-Engpass
Es ist vielleicht gar nicht so schlecht, wenn Kerosin nicht mehr im Überfluss vorhanden ist. Damit steigt der Preis fürs Fliegen. Auch die Umwelt ...
Franz Neller
ORF-Sumpf
Eigentlich traurig, was sich im Öffentlich-Rechtlichen so abspielt. Aber wie heißt es immer: Wenn der Fisch stinkt, dann stinkt er am Kopf. Und das ...
Rudolf Kachina
Jeder gegen jeden
Redakteure gegen den Stiftungsrat, Stiftungsrat gegen Thurnher usw. Keiner kennt sich mehr aus. Vor allem diejenigen nicht, die das Ganze ...
Dr. Leopold Dercsaly
Pensionsvertrag
Da ich in letzter Zeit viel im Ausland war, habe ich vielleicht so manches nicht mitbekommen. Aber was mir auffällt: Es scheint noch niemand ...
Dr. Gerhard Danninger
Nicht die Frösche fragen
Zum Thema ORF: Wenn man einen Sumpf trockenlegen will, darf man nicht die Frösche befragen.
Gerhard Koglek
Medienminister
Wofür hat die österreichische Bundesregierung einen Medienminister, wenn er sich zu einem Skandal wie dem ORF nicht zu Wort meldet? Weg mit diesem ...
Engelbert Häusler
Journalistenaufstand im ORF
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der anscheinend uns allen gehört, stinkt es seit Jahren ganz gewaltig. Immer wieder Gagen, die eine Frechheit ...
Georg Culetto
Der neue „Rex“
Die Neuauflage der Erfolgsserie „Kommissar Rex“ im ORF leidet am gleichen Problem wie alle Versuche, beliebte Fernsehsendungen zu reproduzieren: Man ...
Franz Weinpolter
Plastiksteuer vs. Mehrwertsteuer
Die geplante Plastiksteuer, auch auf PET-Flaschen, wird den Steuerzahler mehr kosten, als er sich mit der reduzierten Umsatzsteuer einsparen kann. ...
Gernot Puchas
Diebstahl auf Friedhöfen
Diese Grabräuber sind skrupellos, sie stehlen die Goldzähne von Verstorbenen. Aber nicht nur das, sie stehlen sogar eine „Star Wars“-Figur von einem ...
Pamela Pfennigbauer
Treppenwitz der Woche
Die Regierung hat uns jahrelang mit sogenannten Fachkräften geflutet und will jetzt, dass die Pensionisten länger arbeiten. Da ist wohl etwas falsch ...
Georg Hausharter
Die Gier der OMV
OMV-Chef Alfred Stern hat zuletzt mit Aussagen aufhorchen lassen, die mehr als provokant waren. Jetzt stellte sich heraus, dass Herr Stern nicht, wie ...
Leopold Rapp
Donald Trump
Jeden Tag, an dem man die Zeitung aufschlägt und über das Verhalten von Donald Trump liest, erschrickt man. Es muss doch jedem lang-sam klar sein, ...
Dagmar Junker

Voriger Tag
17.4.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt