Das freie Wort

Kinderarmut

Immer wieder höre und lese ich von „Kinderarmut“ bei uns in Österreich. Wer hat die 268.000 „armen“ Kinder aufgelistet? Kann mir jemand erklären, wann ein Kind bei uns davon betroffen ist? Weil es kein eigenes Handy oder Tablet besitzt, weil es nicht nach der neuesten Kindermode gekleidet sein kann, weil es keinen E-Roller hat oder seine Eltern nicht mit ihnen in den Ferien auf die Bahamas fliegen können? Oder – ganz schlimm – weil man ihm zum Schulstart keine üppig gefüllte Schultüte kaufen kann? Oder weil sie zu wenig Taschengeld bekamen, um sich Hamburger oder Pizza zu kaufen? Unter „Kinderarmut“ verstehe ich zu wenig warme Kleidung im Winter, oder sich nicht täglich satt essen zu können. Das allerdings gab es bei uns in den Nachkriegsjahren 1945 bis ca. 1950! Übrigens hatten meine beiden Kinder in den 70er-Jahren wie die meisten anderen zum Schulstart auch keine Schultüten, und ich konnte sie als Alleinverdienerin und Alleinerzieherin immer kostengünstig warm genug anziehen. Es gab z.B. in den sogenannten „Kindertauschzentralen“ auch Anzüge für die Erstkommunion. Dort waren auch gebrauchte Rollschuhe und Kinderfahrräder zu haben, und mit gesunder Hausmannskost wurden auch meine Buben satt und wuchsen gesund auf. Sogar ein Österreich-Urlaub (z.B. Bauernhof) war jeden Sommer möglich. Meine Kinder wurden zur Bescheidenheit erzogen und freuten sich über jede Kleinigkeit. Das ist meine Meinung zur „Kinderarmut“ in Österreich im Jahr 2022!

Ilse Mislik, Wien

Erschienen am Sa, 8.10.2022

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