Das freie Wort

„Leidet“ die EU am Christentum?

Das Gratisblatt „Heute“ berichtet über einen Antrag der EU-Kommission, künftig alle Begriffe zu vermeiden, die irgendetwas mit dem christlichen Weihnachtsfest zu tun haben! Im Leitfaden #UnionOfEquality werden nämlich christliche Feste, Feiern, Gedenktage und spirituelle Rituale als „diskriminierend“ für Vertreter anderer Religionen bezeichnet. Aber was, zum Teufel, soll daran irgendjemand stören, der an etwas anderes glaubt oder auch gar nix! Religionsfreiheit bedeutet ja sowohl freie Religionsausübung wie auch frei davon! Noch, oder schon wieder, hat man in Brüssel vergessen, dass Europa nun einmal ein christlich geprägter Kontinent ist. Auch wenn der direkte kirchliche Einfluss zunehmend schwindet, so lebt noch immer eine historisch gewachsene christliche Prägung in Staat und Gesellschaft weiter. Das Weihnachtsfest behält auch nach 2000 Jahren seine Bedeutung; warum also sollte man das ändern, nur weil Brüssels Political Correctness das so befiehlt? Kein Muslim, kein Jude, kein Hindu oder Buddhist wird gezwungen, Weihnachten zu feiern; diese Menschen leben ihre jeweils eigene Religion; und keiner soll und darf sie daran hindern! Warum arbeiten sich gewisse offizielle „Meinungsmacher“ dann ausgerechnet am Christentum ab? Was stört sie so sehr an dieser Religion, dass sie sie am liebsten aus unserem Denken tilgen würden? Welche noch weiter reichenden Pläne werden hier gewälzt? Und irgendwie sind diese Kommissionare bei ihrem unverständlichen Ansinnen sogar inkonsequent, ohne dass sie es selbst merken: Sie möchten Maria und Josef im Stall von Bethlehem durch „Malika und Julio“ ersetzen. Was würde das ändern? Das Christentum umfasst 1,5 Mrd. Menschen, ca. 6 Mrd. Erdenbürger sind dadurch in ihrer jeweiligen Religionsausübung in keiner Weise „diskriminiert“! Auch nicht in Europa hat man jemals davon gehört, dass Andersgläubige Anstoß an Weihnachten genommen hätten. Sie werden offenbar nur vorgeschoben und instrumentalisiert, um den Interessen von niemals demokratisch gewählten EU-Funktionären zu dienen. Vorerst wurde dieses Ansinnen zurückgezogen, aber „Tante Jolesch“ würde sagen: „Der Himmel verschone uns von allem, was Brüssel an Veränderungen ausbrütet“.

Helmut Magnana, Wien

Erschienen am Sa, 4.12.2021

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