Das freie Wort

Zum Genderalphabet

Wie man liest, hat das Deutsche Normungsinstitut beschlossen, die Vollaussprache der Buchstaben des deutschen Alphabets, also A wie Anton, B wie Berta etc., zu ändern. Grund soll wieder einmal die Diskriminierung durch die Verwendung von nur 6 weiblichen zu 16 männlichen Namen sein. Angestoßen wurde die Idee auch durch die Tilgung jüdischer Namen zur Zeit des Dritten Reichs. Das mag ja alles sein, aber in Zeiten wie diesen sollte man vielleicht eher das Augenmerk darauf legen, dass unsere Kinder, die übrigens mit ziemlicher Sicherheit nicht von den historischen Hintergründen des Alphabets wissen (wollen), tatsächlich einmal das Alphabet beherrschen! Und wenn man konsequent wäre und den Gedanken des Normungsinstituts zu Ende dächte, müsste man, auf Österreich umgelegt, die Westautobahn zumindest von der deutschen Grenze bis Salzburg abreißen und neu bauen und den Kirchenbeitrag gänzlich abschaffen! Hört sich das sinnvoll an? Oder ist es doch eher U wie Unsinn?

Mag. Susanne Rohrer, Perchtoldsdorf

Erschienen am Fr, 20.8.2021

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