Das freie Wort

Ineffiziente Aufnahmetests

Es werden in verschiedenen österreichischen Städten 12.797 (beispielsweise in Wels 1509 für Linz) junge Menschen zu einem mehrstündigen kostenpflichtigen Aufnahmetest (Wissenstest) gezwungen. Von dem Bruchteil der tatsächlich aufgenommenen Anwärter entfällt davon ein Viertel auf ausländische Studenten. Ein teurer Vorbereitungskurs erhöht die Wahrscheinlichkeit des Bestehens. Aber garantiert dieses Auswahlverfahren tatsächlich die Laufbahn von patientenorientierten Ärzten? Der effizientere Weg wäre, nur Studierende aufzunehmen, die im Inland zwei Jahre (gilt auch für Ausländer) Erfahrung in medizinischen Bereichen vorweisen können. Damit würde sich die Studienzeit wesentlich verkürzen, und die Zahl der Studierenden würde sich auf jene reduzieren, die tatsächlich für den Beruf des Mediziners geeignet sind. Dieses derzeitige Prozedere, Tausende junge Menschen in einen Wissenstest zu drängen, ist ineffizient und auch unmenschlich. Wesentlich ist der unmittelbare Kontakt zu Patienten, Krankengeschichten erleichtern das Lernen von Begriffen. Das österreichische Gesundheitswesen krankt außerdem an den unzureichenden Bedingungen für Mediziner mit Kassenzulassung und bedingt damit die hohe Zahl an Wahlärzten, die sich viele Menschen nicht leisten können.

Dr. Erne Hackl, Seekirchen

Erschienen am So, 25.7.2021

Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
19.6.2026Datum auswählen

Für den aktuellen Tag gibt es leider keine weiteren Leserbriefe.

Voriger Tag
19.6.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung