Das freie Wort

Absiedlung nach Polen

Die Absiedelung von MAN-Steyr nach Polen macht es deutlich: Seit dem Beitritt zur EU fließen Nettobeiträge Österreichs beispielsweise auch nach Polen. Durch die EU-Hilfszahlungen an Polen wird es MAN ermöglicht (staatliche Hilfe Polens), mit geringstem Aufwand ein Produktionswerk in Polen „herauszustampfen“. Nach wie vor liegen die Löhne Polens (ca. 5 Euro) weit unter den Löhnen Österreichs. Selbstverständlich fallen auch die Kosten der Entwicklung von modernen Lkw weg. Darüber hinaus ist Polen nicht genötigt, hohe Steuersätze einzuheben. Das Sozialsystem Polens kann keineswegs als Magnet für Zuwanderung – aus welchen Gründen auch immer – bezeichnet werden. Mit Wehmut denken viele Steyr-Mitarbeiter daran zurück, als viele Tausende Dreiachs-Allrad-Lkw nach Polen exportiert (Tagbau für Schotter, Kohle usw.) wurden, da Steyr auf dem Sektor Allrad-Lkw immer schon führend war. Mit dem Verkauf von Steyr wurde dieses Wissen von MAN „mitgekauft“. Ob es in Zukunft weiterhin finanzierbar sein wird, teure Entwicklungskosten in Österreich zu tragen, um anschließend die Produktionen ins Ausland zu verlegen, wird politisch nicht mehr verantwortbar sein.

Ing. Dieter Seidel, per E-Mail

Erschienen am Mo, 12.4.2021

Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Weitere Leserbriefe
4.11.2026Datum auswählen

Für den aktuellen Tag gibt es leider keine weiteren Leserbriefe.

Voriger Tag
4.11.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung