Die Sonden ,,Al-Amal“ der Vereinigten Arabischen Emirate und die chinesische ,,Tianmen-1“ umkreisen bereits den Mars. Jetzt gelang es im Rahmen der NASA-Mission Mars 2020 US-Wissenschaftern, einen 1000 Kilo schweren Rover im Krater Jezero mittels komplizierter Technik sanft zu landen und die ersten Schwarz-Weiß-Fotos vom Roten Planeten zu senden und zu empfangen. Der sechsrädrige Roboter ,,Perseverance“ soll nach Anzeichen für vergangenes mikrobielles Leben auf dem Planeten suchen, Proben entnehmen, sie analysieren und für einen Transport in einer Folgemission zur Erde sammeln. Im 45 Kilometer großen Krater befand sich einst ein See. Mit der an Bord befindlichen Mini-Helikopterdrohne möchte man eine kamerabasierte Navigation in der dünnen Atmosphäre testen, wobei der autonome Steuerungsmechanismus von Prof. Dr. Stephan Weiss von der Universität Klagenfurt mitentwickelt wurde. Außerdem haben Grazer und Wiener Forschungseinrichtungen die Software für eine der Mars-Kameras geliefert. Der hohe finanzielle Aufwand dieser Mission sollte – auch in Zeiten der Coronavirus-Pandemie – nicht gegen die Klimawandel-Kosten auf der Erde ausgespielt werden, da raumfahrtbasierte Technologien eine wichtige Rolle in der Klimaforschung spielen. Satelliten ermöglichen globale Beobachtungen unseres Klimasystems, etwa bei Veränderungen der Gletscher an den Polkappen und beim Ansteigen des Meeresspiegels; auch die kontinuierliche Beobachtung unserer Sonne durch Raumsonden wäre diesbezüglich hervorzuheben. Ich wünsche der Mars-Mission viel Erfolg!
Dr. Marian Katschnig, Baden
Erschienen am Mi, 24.2.2021
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