Di, 21. August 2018

Wahl Extra

23.01.2018 13:50

Pink will mit Promis punkten

In einem Monat wollen die NEOS in den Wahlkampf starten. Und sie haben noch ein Ass im Ärmel: Ein Überraschungskandidat soll mit einer Wildcard auf dem dritten Listenplatz kandidieren. Die Pinken angeln auch nach Promis aus der VP.

Es wäre die Polit-Sensation des Jahres gewesen: Seit Wochen verdichten sich Gerüchte, wonach die frühere ÖVP-Landesrätin und Philantropin Doraja Eberle ins pinke Lager wechseln könnte. Zwar wird inzwischen bestätigt, dass es entsprechende Gespräche gegeben hat, Eberle dann aber doch zur großen Enttäuschung der NEOS abgesagt hat. Dabei galt sie lange Zeit als die Wunschkandidatin von Bundesparteichef Matthias Strolz. Er war es auch, der verraten hat, dass man in Salzburg mit Hilfe einer Wildcard die eigentlich schon fixierte Landesliste noch einmal kräftig durchwirbeln möchte.

Wie der Landessprecher und Spitzenkandidat Sepp Schellhorn die "Krone" informiert, zeichnet sich inzwischen ein geeigneter Kandidat ab. Eine politisch sehr engagierte Person, "also kein Schlagersänger oder Sportler."

Wer es ist, darüber wollte er noch keine Auskunft geben, da die offizielle Vorstellung noch folgt. Klar ist bereits, dass der Überraschungskandidat auf dem dritten Listenplatz ins Rennen gehen wird, hinter Schellhorn und der Pongauer Personalmanagerin Andrea Klambauer.

Laut Infos der "Krone" dürfte es sich bei dem Wildcard-Inhaber um einen Funktionär einer anderen Partei handeln, der derzeit wohl noch ein Mandat innehat - der Wechsel dürfte daher mit Sprengkraft verbunden sein.

Und die Spur führt in den Pinzgau: Das ist nämlich der einzige Bezirk, für den die Neos bislang noch keinen Kandidaten präsentiert haben.

Im Zentralraum hingegen ist man sehr gut aufgestellt. Dort wird auch das größte Wähler-Potenzial verortet.

Ziel ist es laut Wahlkampf-Koordinator Christian Renner aber in allen sechs Bezirken anzutreten. Das geht nur, wenn die im Landtag noch nicht vertretenen NEOS jeweils hundert Unterstützungserklärungen vorlegen können, gesamt also 600 Unterschriften. Der Wahlkampfauftakt erfolgt also erst, wenn das erledigt ist. Schellhorn rechnet mit etwa Mitte Februar.

Themen werden unter anderem sein: Raumordnung, günstigeres Wohnen, Verkehr, Mittelstand, bessere Jobs und eine Halbierung der Parteienförderung.

Sollte den Neos nicht nur der Einzug, sondern auch der Sprung in die Regierung gelingen, dann wollen sie die Ressortaufteilung aufbrechen und Zuständigkeiten in Clustern bündeln. Ein Beispiel wäre dann "Standort" mit Wirtschaft, Tourismus und Landwirtschaft.

Anna Dobler, Kronen Zeitung

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