So, 19. August 2018

Sehhilfen im Trend

23.11.2017 16:28

Brille oder Kontaktlinsen - eine Geschmacksfrage?

Wer unter Kurz- oder Weitsichtigkeit leidet oder auch eine andere Augenerkrankung hat, ist häufig auf eine Sehhilfe angewiesen. Immerhin ist dies in Österreich bei 3 von 4 Personen der Fall. Die einfachste Variante ist die Brille und glücklicherweise hat sich der Status derselbigen in den letzten Jahren massiv geändert. Sie ist nicht mehr das Utensil einer Brillenschlange, sondern ein Lifestyleobjekt, welches durchaus getragen wird, wenn überhaupt keine Sehschwäche vorhanden ist. Auf der anderen Seite versprechen Kontaktlinsen eine Unbekümmertheit und die Möglichkeit, die Sehschwäche unsichtbar zu korrigieren. Aber welche Art der Sehhilfe eignet sich für einen persönlich?

In welchen Fällen sind Kontaktlinsen keine Alternative?
Manche Menschen würden zwar gerne Kontaktlinsen tragen, können es aber nicht. Das kann mitunter daran liegen, dass sie es sich schlichtweg nicht zutrauen, die Linsen einzusetzen. Am offenen Auge herumzuspielen, ist nun mal nicht für jeden eine Alternative. Doch auch Augenkrankheiten können dazu führen, dass die Kontaktlinse nicht sinnvoll ist:

  • Unverträglichkeit - diese kann sogar auftreten, wenn schon jahrelang Kontaktlinsen getragen wurden. Mit einem Mal reagiert das Auge mit Rötungen, einem Brennen oder starken Entzündungen. Die Ursache kann an der Verschmutzung der Linse liegen, oder aber daran, dass das Auge die Linse einfach nicht verträgt.
  • Sehfehler - einige Sehschwächen, beispielsweise das Schielen, schränken die Nutzung von Kontaktlinsen zwar nicht unbedingt ein, können durch diese jedoch nicht korrigiert werden. Gerade bei jungen Personen sollte auf das Tragen von Kontaktlinsen verzichtet werden, wenn ein Sehfehler mit korrigiert werden soll.

Grundsätzlich sollten Personen mit Sehschwäche niemals ausschließlich auf die Kontaktlinsen setzen, sondern stets auch eine Brille haben. Durch den Wechsel werden die Augen geschont und können sich nach dem Herausnehmen der Linsen wieder erholen. Zumal sind Linsen bei Erkältungen stets unangenehm und wer oft unter trockenen Augen leidet, wird froh sein, wenn die Brille in der Tasche wartet.

Brillen sind heute angesagt
Während Brillen früher oft dazu führten, dass Kinder in der Schule gehänselt wurden und dass Erwachsene lieber mit Sehschwäche durchs Leben gingen, als die Sehhilfe aufzusetzen, sieht es heute anders aus. Die Brillenwelt hat sich gemausert und bietet unglaublich viel Abwechslung. Brillen sind ein Designobjekt und nicht wenige hochkarätige Designer entwickeln ihre eigenen Brillenmodelle. Für Nutzer hat das natürlich etliche Vorteile:

  • Auswahl - ob auffällig oder unauffällig, es gibt wirklich für jeden Geschmack und jede Gesichtsform die passende Brille. Und da die Modelle oft unabhängig von den Gläsern gewählt werden können, ist die Auswahl noch breiter.
  • Möglichkeiten - es gibt Brillen, die eigens für spezielle Zwecke entwickelt werden. Sportbrillen bieten beispielsweise mehr Schutz bei der Bewegung und brechen wesentlich schwerer, als eine gewöhnliche Brille.
  • Sehstärke - mit neuen Gläsern lassen sich sogar schwere Sehschwächen wesentlich besser korrigieren, als früher. Die Gläser müssen nicht mehr unbedingt extra dick und somit auffällig sein. Für Brillenträger bedeutet das, dass sie sich für schicke Modelle entscheiden können, ohne an Durchblick zu verlieren.

Was ist beim Kauf einer Brille zu beachten?
Niemand sollte einfach so hingehen und eine Brille kaufen. Das gilt natürlich auch für Kontaktlinsen. Der erste Schritt führt immer zu einem Optiker oder Augenarzt, damit die aktuelle Sehstärke gemessen werden und das Auge auf weitere Sehfehler kontrolliert werden kann. Wer bereits eine Brille hat, sollte die Messung einmal jährlich durchführen und eventuell die Brille anpassen lassen. Bei der Kontrolle sollten Brillenträger auch auf Probleme hinweisen, die sie vielleicht in der Vergangenheit mit den Augen hatten. Ist dieser Schritt getan, geht es an die Wahl der Brille. Hierbei kommt es laut www.brillen.org auf verschiedene Aspekte an:

  • Nutzung - wer überaus aktiv ist und Sport treibt, sollte sich direkt für zwei Brillen entscheiden. Eine normale Brille kann nun während der Arbeit getragen werden, die zweite Brille hingegen beim Sport. Da die Sportbrillen allgemein stabiler und bruchfester sind, ist diese Vorgehensweise ratsam.
  • Gesichtsform - nicht allein der Geschmack entscheidet über die Brille, auch die Gesichtsform. Es gibt vier Gesichtsformen, die jeweils eine andere Brillenart fordern. Bei einem eher eckigen Gesicht, sind runde und ovale Brillen mit einem schmalen Rahmen geeignet. Rahmenlose Brillen funktionieren ebenfalls, doch wirken kantige Gläser oft zu harsch und heben die harten Kanten des Gesichts zusätzlich hervor. Zu einem runden Gesicht passen rechteckige Gläser mit schmalen Rahmen. Wieder gilt: zu runde Gläser heben das runde Gesicht hervor. Ovale und runde Gläser fügen sich hingegen wunderbar in herzförmige Gesichter ein. Besonders einfach haben es Menschen mit ovalen und länglichen Gesichtern. Sie können so ziemlich jede Brille tragen, ohne dass sie mit dem Gesicht konkurriert.

Style - zuletzt kommt der Style. Die Brille sollte zum eigenen Kleidungsstil passen und sich harmonisch in diesen einfügen. Wer sich stets elegant kleidet, wird letztendlich wenig Gefallen an einer extrem auffälligen und bunten Brille finden.

Für Menschen, die sowohl unter einer Weit- als auch unter der Kurzsichtigkeit leiden, kommen Gleitsichtbrillen in Betracht. Diese müssen jedoch zu Anfang mit Vorsicht genossen werden, da sich die Augen erst an die unterschiedlich geschliffenen Gläser gewöhnen müssen. Gleitsichtbrillen gibt es natürlich ebenfalls in allen möglichen Varianten, doch empfiehlt es sich wieder, nicht allein auf diese Art von Brillengläsern zu setzen.

Tipp:Wer online nach einer Brille sucht, hat mittlerweile übrigens nicht nur die besten Möglichkeiten, zu sparen, sondern kann die Brille live im Shop testen. Viele Anbieter erlauben es, über das Hochladen eines Fotos verschiedene Brillenmodelle am eigenen Gesicht zu testen und so herauszufinden, ob einem die Brille tatsächlich gefällt und steht.

Fazit - eine Brille ist immer notwendig
Nicht nur hat sich die Brillenwelt in der Vergangenheit mächtig geändert, die Brille als Sehhilfe ist auch weiterhin unumgänglich. Selbst Kontaktlinsenträger benötigen sie als Sehhilfe, wenn sie ihre Augen schonen möchten und verhindern wollen, dass sich Entzündungen bilden. Da die modernen Brillen jedoch oft echte Modehighlights sind, möchte man ohnehin kaum noch auf sie verzichten.

 krone.at
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