Di, 16. Oktober 2018

Nach BuddyMe-Aus:

20.10.2017 17:16

"Wir haben zu wenig gefälscht"

Die Internetseite von "BuddyMe" ist noch immer online und wird nach wie vor von Menschen in Linz und Graz genutzt, um Mitmacher für Freizeitaktivitäten zu suchen. "Wir haben aber schon aufgegeben", sagte Andreas Viehhauser, Betreiber der Vernetzungsplattform, bei der FuckUp-Night in der Linzer Tabakfabrik.

"Leben statt liken - finde Mitmacher in deiner Stadt", lautet das Motto der BuddyMe-Plattform, die von Andreas Viehhauser und Thomas Buchsteiner gegründet wurde. "Thomas ist Physiker, redet nicht gern und hat jemanden gesucht, der mit ihm Mountainbiken geht", erinnerte sich Viehhauser bei der Veranstaltung in der Tabakfabrik lächelnd an den Beginn des Unternehmens.

Nicht groß gedacht
In der Anfangsphase lief die Vernetzungs-Seite für Freizeitaktivitäten gut, dann aber stockte die Nachfrage - viel Geld wäre nötig gewesen, um weiterzumachen. "Wir haben es versäumt, groß zu denken", sagt Viehhauser. Nicht der einzige Fehler, wie der BuddyMe-Mitgründer zugibt: "Wir haben auch zu wenig gefälscht." Hier spielt er auf die Inhalte auf der Internetseite an. Von erfundenen Figuren hätten sie ebenso erfundene Nachfragen auf die Plattform stellen sollen, um in neuen Städten die Zahl der echten Nutzer wachsen zu lassen.

Sehr viel gelernt
"Da wo nix ist, wird auch nix passieren - man muss Nachfrage und Angebot ankurbeln, ohne dass es Betrug ist", so Viehhauser, der trotz des ausbleibenden Langzeit-Erfolgs profitiert hat: "Ich habe so viel gelernt - vom Vertrieb über Produktentwicklung bis zur Teamführung. Es gibt keine Firma, in der du das alles lernen kannst."

Barbara Kneidinger, Kronen Zeitung

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