Mi, 19. September 2018

Prozess in Innsbruck

06.09.2017 15:14

Syrerin schlug ihren kleinen Sohn blau

Klinik-Ärzte schlugen Alarm, als sie einen syrischen Buben (2) mit großen blauen Flecken am Rücken zu Gesicht bekamen. Ursache waren heftige Schläge von der Mutter (31), die nun am Landesgericht wegen Quälens eines Unmündigen angeklagt war. Die Verantwortung der Frau: Sie kenne die heimischen Gesetze nicht.

"Ich habe ihn geschlagen, wie eine Mutter ihren Sohn eben schlägt. Ich war verpflichtet es zu tun", gab die 31-Jährige einen Einblick in ihre Erziehungsansichten. Seit zwei Jahren ist die Familie in Österreich - doch dass rohe Gewalt gegenüber Kindern nicht erlaubt ist, sei ihr nicht bewusst gewesen. Es war der Vater selbst, der seinen Sohn aufgrund des blauen Rückens in die Klinik gebracht hatte.

Stress und Pille

Die Richterin fragte natürlich nach der Ursache für die Aggression gegen den 3-Jährigen. Die Syrerin gab Stress mit dem Kind an ("es hat geschrien, als der Vater aus dem Haus ging") und meinte, die Anti-Baby-Pille  habe bei ihr entsprechende psychische Reaktionen ausgelöst. "Das wäre mir neu, dass deshalb eine Frau auszuckt", zeigte die Richterin dafür wenig Verständnis.

"Hoffe, ein einmaliger Ausrutscher"

Das milde Urteil für die bisher Unbescholtene: 1200 Euro Geldstrafe, davon 800 Euro bedingt. "Ich hoffe sehr, dass dieser Vorfall ein einmaliger Ausrutscher war", gab die Richter der Frau mit auf den Heimweg. Sie nahm das Urteil an, es ist aber noch nicht rechtskräftig.

Andreas Moser, Kronen Zeitung

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