Di, 23. Oktober 2018

Südoststeiermark

04.07.2017 16:34

Aufregung um höhere Abschusspläne für Wild

In neun südoststeirischen Revieren wurden die Wild-Abschusspläne für das laufende Jagdjahr deutlich erhöht. Argumentiert wird mit Windwürfen und einer dadurch besonders hohen Wilddichte. Doch in der Jägerschaft gibt es auch kritische Stimmen. "Das ist beinahe eine Rehausrottung", sagt einer der Waidmänner.

Ich bin selbst Jäger, aber diese Politik kann ich nicht mehr vertreten", sagt Günter Rauch. Er ist Jäger in einem der neun betroffenen Reviere im Raum Kornberg. "Und uns beschimpft man dann als Bambimörder…"

Zum Hintergrund: Für jedes Jagdjahr (Anfang April bis Ende März) wird ein Abschussplan erstellt. Er legt fest, wie viele Tiere geschossen werden. In der Regel einigen sich Jagdberechtigte, Bezirksjägermeister und Landwirtschaftskammer auf einen Plan. Falls nicht, geht die Causa an die Bezirkshauptmannschaft; genau das war in den neun Revieren der Fall. Weshalb, da gehen die Aussagen auseinander. Laut Bezirksforstinspektor Ulrich Arzberger forderten die Jäger deutlich höhere Abschüsse, laut dem neuen Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof waren es hingegen die Bauern.

Jedenfalls musste letztlich Arzberger Gutachten erstellen, das Ergebnis ist eine Erhöhung der Abschusszahlen um etwa 30 Prozent. "Die Wilddichte ist sehr hoch. Zudem ist die Gesamtkondition der Tiere schlecht", sagt Arzberger. Das betreffe übrigens weite Teile der Südoststeiermark. Die Abschüsse könnten so auch in anderen Revieren bald deutlich steigen…

Jakob Traby und Eva Blümel, Kronen Zeitung

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