Fr, 14. Dezember 2018

Vor Jahren gedruckt

02.07.2017 19:51

Erstmals Geldscheine mit Assad-Porträt im Umlauf

In Syrien sind am Sonntag erstmals Geldscheine in Umlauf gebracht worden, die das Bild von Machthaber Bashar al-Assad tragen. Laut Notenbankgouverneur Duraid Durgham wurden die neuen 2000-Pfund-Banknoten bereits vor Jahren gedruckt, aber "wegen der Kriegsumstände und Wechselkursschwankungen" jetzt erst ausgegeben. 2000 Syrische Pfund sind aktuell 3,41 Euro wert.

Seit Beginn des Bürgerkriegs 2011 ist der Wert der syrischen Währung drastisch gefallen. Durgham verwies laut der staatlichen Nachrichtenagentur SANA darauf, dass viele der im Umlauf befindlichen Geldscheine mittlerweile starke Gebrauchsspuren aufweisen. Daher sei es Zeit für die neuen Scheine gewesen. Der Schein mit dem Assad-Konterfei sei "in Damaskus und mehreren Provinzen" verteilt worden.

Bisher war Tausender mit Assad-Vater größte Banknote
Bisher war der Tausender die Banknote mit dem höchsten Wert. Assads Vater Hafez, der im Jahr 2000 starb und seinen Sohn mit der Führung des säkularen Polizei- und Geheimdienstregime in Syrien beerbte, war auf Münzen sowie einer älteren Version des Tausenders zu sehen, die aber noch im Umlauf ist.

Im März 2011 war es im Rahmen des Arabischen Frühlings in der syrischen Hauptstadt Damaskus erstmals zu größeren Anti-Regierungs-Protesten gekommen, aus denen sich der Bürgerkrieg entwickelte, in den in der Folge auch islamische Extremisten eingriffen. Seither wurden mehr als 320.000 Menschen bei Kampfhandlungen getötet und Millionen Syrer in die Flucht getrieben. Dank der Unterstützung durch Russland und den Iran scheint das Assad-Regime rein militärisch nicht bezwingbar.

Schmiergeldaffäre zwischen Syrien und Österreich
Mit der syrischen Nationalbank hatte vor dem Bürgerkrieg auch die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS), eine Tochter der Nationalbank, Geschäfte gemacht. Dabei floss Schmiergeld, um an Druckaufträge zu kommen. 2014 wurden in dem Fall sieben Personen am Straflandesgericht Wien für schuldig befunden.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Eklat um Fans
Antisemitisches Lied bringt Chelsea in Bedrängnis
Fußball International
Nach Duell mit Rangers
Schottische Presse lästert: „Langweiliges Rapid“
Fußball International
Rührende Aktion
Freund erzählt blindem Liverpool-Fan live das Tor
Fußball International
Um 1 Monat verlängert
Bundesheer-Spion bleibt in U-Haft!
Österreich
Pkw-Kauf ohne Gerede:
Verkäufer durch Auto-Automaten bald arbeitslos?
Video Viral
3 Verwandte erschossen
Was trieb den Grafen von Bockfließ zu der Bluttat?
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.