Sa, 20. Oktober 2018

Dank "Hubble"

08.06.2017 08:22

US-Forscher finden extrasolaren "Einsteinring"

Mithilfe des Weltraumteleskops "Hubble" haben Forscher jetzt einen neuartigen Beleg für einen Teil der Relativitätstheorie des berühmten Physikers Albert Einstein gefunden. Astronomen des Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland erblickten damit einen sogenannten "Einsteinring" um einen Planeten, wie sie am Donnerstag im Wissenschaftsmagazin "Science" berichteten.

Dabei handelt es sich um einen Lichtring, der sich um einen Stern bildet, wenn ein anderer Himmelskörper genau zwischen diesen Planeten und die Erde tritt. "Einstein wäre stolz. Eine seiner wichtigsten Vorhersagen ist damit durch gründliche Beobachtung belegt", schreibt der US-Astronom Terry Oswalt in einem Begleitartikel.

Masse von Stern mit Einstein-Trick berechnet
Bei Einsteins These handelt es sich um den sogenannten Gravitationslinseneffekt. Er besagt, dass sich aus der Lichtkrümmung (siehe Grafik unten) Rückschlüsse auf die Masse des im Hintergrund liegenden Planeten ziehen lassen. Mithilfe von Einsteins Theorie gelang des STScI-Astronomen die Masse einesWeißen Zwerges zu bestimmen.

Ein Team um Kailash Sahu vom STScI konnte so die Masse eines Weißen Zwergs (das sind die kollabierten Überreste eines ausgebrannten Sterns, Anm.) namens Stein 2051 B etwa zwei Drittel (67,5 Prozent) der Masse unserer Sonne beträgt.

Nobelpreisträger Einstein selbst nahm an, dass sich dieser Effekt nur dann beobachten lasse, wenn die Sonne zwischen die Erde und den zu vermessenden Planeten trete. Im Jahr 1919 wurde das Phänomen bei einer totalen Sonnenfinsternis erstmals beobachtet.

Entdeckung neuer Beleg für Relativitätstheorie
Den US-Forschern gelang es nun erstmals, Einsteins These auch mit einem anderen Himmelskörper als der Sonne zu verifizieren - und zwar dank des Teleskops "Hubble", das gemeinsam von der Raumfahrtagentur NASA und ihrem europäischen Pendant, der ESA, entwickelt wurde. Die Relativitätstheorie des weltberühmten Physikers beschreibt die Wechselwirkung zwischen Zeit, Raum und Schwerkraft.

"Hubble" kreist seit 27 Jahren im Weltall
Das Weltraumteleskop "Hubble" ist ein gemeinsames Projekt der Raumfahrtbehörde NASA und ihrem europäischen Pendant ESA. Es ist ein Observatorium für sichtbares und UV-Licht sowie Infrarotstrahlung und umkreist die Erde in einer Höhe von 575 Kilometern innerhalb von 96 Minuten einmal. "Hubble" wurde am 24. April 1990 im Zuge der Spaceshuttle-Mission STS-31 ins All geschossen.

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