19.04.2017 17:23 |

Naturkatastrophen

"Viele Hochwasser bekommt man nicht mit!"

Lawinen, Muren, Hochwasser - 30 Millionen Euro werden jährlich in Kärnten in Schutzbauten investiert! Der Schutz zahlt sich aus, wie neueste Zahlen belegen. Denn wäre vor Gösselsdorf/Eberndorf nicht ein Rückhaltebecken gebaut worden, hätte der Suchabach im Vorjahr einen Schaden von 3,5 Millionen verursacht.

"Beim Projekt Hochwasserschutz für Gösselsdorf konnten wir erstmals errechnen, welche Schadenshöhe verhindert werden konnte", erklärt Wasserbau-Experte Gernot Koboltschnig. Ob’s aber mehr Naturgefahren gibt, kann Koboltschnig nicht sagen: "Das wäre nicht seriös, denn durch die getätigten Schutzmaßnahmen gibt es die ehemaligen Schadlawinen heute nicht mehr und viele Hochwasser werden wegen der getroffenen Maßnahmen oft gar nicht wahrgenommen; vor Jahrzehnten hätten sie noch für Schäden gesorgt."

Einen absoluten Schutzvor Naturkatastrophen gibt es aber dennoch nicht. "Die Maßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie der Bundeswasserbauverwaltung sind für 100 bis 150-jährliche Hochwasser ausgelegt. Daher bleibt ein Restrisiko", so Koboltschnig: "Wenn dann doch was passiert, dann tritt das Ereignis meist sehr massiv auf!" Dennoch stellen die Experten fest, dass die Schadenshöhen stark zunehmen, was für Koboltschnig jedoch leicht erklärbar ist: "Früher floss das Wasser durch den Keller, in dem Kartoffel gelagert waren, heute befindet sich in diesem eine Arztpraxis."

Koboltschnig hält Montag (24. April, 18.30) einen Vortrag beim Naturwissenschaftlichen Verein (Funderstraße 21/E, Klagenfurt) über Schutz vor Naturgefahren.

Hannes Wallner, Kärntner Krone

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