Mo, 23. Juli 2018

Neue Fälle im Bgld

17.01.2017 19:05

Vogelgrippe: Aufregung um Stallpflicht legt sich

Heute ist sie genau eine Woche alt: die bundesweite Stallpflicht für Geflügel. Die Maßnahme im Kampf gegen die Vogelgrippe kam zur richtigen Zeit - mittlerweile wurde schon bei sechs verendeten Schwänen in der Steiermark der Virus nachgewiesen. Die betroffenen Bauern reagieren nach einer ersten Aufregung gelassen. Allerdings wurde am Dienstagnachmittag im Burgenland ein weiterer Fall von Vogelgrippe bekannt .

Die aus gegebenem Anlass verordnete Stallpflicht kam zwar für viele Geflügelhalter sehr kurzfristig, dennoch ist es für die allermeisten eine Woche nach Inkrafttreten schon wieder beinahe Alltag. Zumal man aus der letzten großen Seuchenwelle 2006 gelernt hat: "Für uns geht es um alles. Würde bei einem Tier die Vogelgrippe nachgewiesen, müssten alle Geflügelhalter in einem Umkreis von drei Kilometern ihre Tiere keulen. Da denkt man natürlich keine Sekunde darüber nach, ob man es mit der Stallpflicht locker nimmt oder nicht", sagt Hannes Karner, Herr über 37.000 Hühner in St. Margarethen an der Raab.

Stallpflicht kein Grund zur Verzweiflung
Für einen Biobauer ist es Pflicht, seine Tiere täglich ins Freie zu lassen, die Stallpflicht lässt Karner trotzdem nicht verzweifeln: "Wir haben draußen ohnehin genügend überdachte Flächen für unsere Hühner gebaut. Normalerweise dürfen sie zwar auf unserem gesamten Grundstück herumlaufen, bei der Kälte und dem Schnee würden sie das aber sowieso nicht tun", meint der oststeirische Landwirt.

"Bald ist der Spuk wieder vorbei"
Nach zwölf Wochen Ausgehverbot ist laut EU-Verordnung Schluss mit der Zertifizierung "Freiland-Ei" - aber auch das bringt Karner nicht aus der Ruhe: "Vogelgrippe tritt bekanntlich nur in der kalten Jahreszeit auf, da die meisten Viren über den Kot der Zugvögel übertragen werden. Bis dahin ist der Spuk also sicher schon wieder vorbei."

Neue Fälle im Burgenland
Laut Veterinärdirektor Robert Fink hat sich bei einem Tierhaltungsbetrieb im Bezirk Eisenstadt-Umgebung der Verdacht auf Geflügelpest erhärtet. Der Betrieb wurde gesperrt. Alle Tiere werden nun tierschutzgerecht gekeult und die Tierkadaver unschädlich gemacht. Eine Gefahr für die Menschen bestehe nicht, so Fink.

Barbara Winkler, Kronen Zeitung

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