Di, 14. August 2018

17.500 Mitarbeiter

03.01.2017 14:29

Unser größtes Unternehmen

Kennen Sie das größte Unternehmen des Landes? Mögen Sie raten, wer? Alsdann: 17.500 Mitarbeiter, Lohnsumme 900 Millionen Euro im Jahr, ein Investitionsvolumen von 167 Millionen und Einkäufe für mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr. Da kann einem schon schwindlig werden, wenn man nicht gerade Bilanzbuchhalter ist...

Jawoll, es ist die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft, kurz KAGes. Und es ist wirklich gewaltig, was die Firma, auch wirtschaftlich, bewegt. Mit vielen (positiven) Zusatznutzen. Allein bei den Bauinvestitionen gehen Jahr für Jahr mehr als 80 Prozent der Aufträge an steirische Firmen. Die Bau-Zwillinge, Gewerkschafter Josef Beppo Muchitsch und Innungsmeister Werner Frömmel, werden sich freuen.

Auch bei den Lebensmitteln kommt der Löwenanteil aus heimischer Produktion, sehr oft direkt aus der Region des zu beliefernden Landeskrankenhauses. Kein Thema ist das bei frischen Lebensmitteln wie Fleisch, Obst und Gemüse oder Gebäck, einzig bei Fertigprodukten ist der Preisvorteil überregionaler Lieferanten für die heimische Wirtschaft manchmal offenbar nicht zu knacken. Wobei die Wettbewerbsfähigkeit der Heimischen keinen Vergleich zu scheuen braucht", weiß Technik- und Finanzvorstand Ernst Fartek, "trotz der in Summe gewaltigen Mengen die wir umschlagen, gibt es kaum Qualitätsprobleme. Das sagt schon was!"

Löhne

Ebenfalls zum Großteil in der Steiermark werden wohl Löhne und Gehälter ausgegeben. Und nach dem Attraktivierungspaket für Ärzte im Jahr 2015, bei dem KAGes und Land für ihre Mediziner 35 Millionen im Jahr "draufgepackt" haben, wird ja mit Mitte des nächsten Jahres ein gleich großes Paket für die Pflegeexperten und therapeutischen Dienste wirksam. Innerhalb von zwei Jahren also 70 Millionen Euro an zusätzlichen Lohnerhöhungen für die Mitarbeiter. "Die wir im nächsten Jahr noch dazu um rund 200 Stellen aufstocken werden", so KAGes-Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Tscheliessnigg. Für den als Arzt natürlich die mehr als 1,2 Millionen Patienten im Jahr (davon 260.000 stationär) im Vordergrund stehen.

Landeszuschuss

Aber natürlich ist man sich im Grazer Stiftingtal, wo KAGes-Management und -Services ihren Sitz haben, auch der wirtschaftlichen Verantwortung bewusst, hat allerdings gute Argumente für den Landeszuschuss, der im Jahr 2017 immerhin 607 Millionen Euro betragen wird.

Zum einen ist das kein Verlust, sondern in Österreich so geregelt, dass eben die Länder teilweise die Kosten für die Spitalsversorgung tragen. Zum anderen ist es aber so, dass Volkswirtschafter davon ausgehen, dass jeder Euro, den die KAGes ausgibt, zumindest drei Euro an Wirtschaftsleistung im Land auslöst. Also in Summe unter Einrechnung des ohnehin unbezahlbaren gesundheitlichen Aspektes mit Sicherheit gut investiertes Steuergeld!

Gerhard Felbinger
Gerhard Felbinger

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