Do, 16. August 2018

Bilanz 2016

02.12.2016 15:25

"Käferholz"-Schaden in unseren Wäldern enorm

Lokale Windwürfe und Spätfrost machten den heimischen Forstwirten im heurigen Jahr das Leben schwer. Das größte Problem war aber einmal mehr der Borkenkäfer: Der Anteil an so genanntem Käferholz hat sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt - so die ernüchternde 2016er-Bilanz der Österreichischen Bundesforste.

Vor allem der extreme Spätfrost und der gefräßige Borkenkäfer machten den Waldbesitzern zu schaffen: "Wir rechnen mit einer Schadholzmenge von etwa 800.000 Festmeter. Damit ist mehr als die Hälfte der jährlichen Erntemenge kaputt", bilanziert Rudolf Freidhager, Vorstand der Österreichischen Bundesforste, das heurige Jahr.

Für die Experten steht fest: Der Klimawandel (samt Schädlingsaufkommen und Wetterkapriolen) bleibt für die Forstwirtschaft die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Und kostet viel Geld: "Durch häufiger auftretende Schadereignisse müssen wir verstärkt in Waldpflege investieren. Drei Millionen Euro gingen 2016 allein in die Aufforstung", weiß Freidhager. 460.000 Jungpflanzen wurden in der Steiermark ausgebracht, nur in Oberösterreich und Salzburg mussten die Bundesforste noch mehr ausbringen.

Entscheidende Zeit bis Mitte Jänner
Dass Waldhygiene auch im Winter notwendig ist, betont Josef Krogger, Waldbauexperte der steirischen Landwirtschaftskammer: "Durchforstungen sollen bis spätestens Mitte Jänner abgeschlossen sein!" Nur so könne man einer weiteren Käferplage vorbeugen.

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