Di, 23. Oktober 2018

Kabelanbieter

19.10.2016 15:19

Sende-Aus ärgert zahlreiche Fußballanhänger

Für jeden Fußballfan ist die Champions League wohl das Größte, was es gibt. In Österreich hat der ORF die Rechte an der Königsklasse - jedoch nur für die Mittwochspiele. Aber auch die Partien an den Dienstagen konnten bisher gratis über Kabelanbieter auf SRF 2 angesehen werden. Doch damit ist nun endgültig Schluss!

Etliche Fußballanhänger saßen vorgestern am Abend mit Bier und Chips vor dem TV, um sich das Spiel Bayer 04 Leverkusen gegen Tottenham Hotspur anzusehen. Doch anstelle des Spiels kam nur ein schwarzes bzw. weißes Bild mit dem Verweis, dass es für diese Partie plötzlich keine Ausstrahlungsrechte mehr gibt - und zwar bei UPC und bei A1.

"Wir dürfen die Partien nicht mehr senden"

Mit einem Schlag war die Vorfreude auf eine spannende Begegnung zwischen diesen beiden Teams zerstört. Zurück blieb die brennende Frage nach dem Warum. "SRF 2 hat die Rechte für die Übertragung der Champions-League-Spiele nur für die Schweiz lizensiert. Das heißt, dass wir diese Partien nicht senden dürfen und seit dem 13. September halten wir uns auch daran", bringt es UPC-Pressesprecherin Sarah Nettel auf den Punkt.

Rechtliche Situation für alle Kabelanbieter gültig

Ähnlich sieht die Situation bei A1 aus. "Wir wurden erst kürzlich vom Schweizer Sender über diese rechtliche Situation aufgeklärt", schildert Jochen Schützenauer vom Presseteam. Das erklärt somit auch, weshalb das Fußballspiel zwischen Real Madrid und Borussia Dortmund am Dienstag, den 27. September, bei A1 noch ausgestrahlt wurde. Übrigens: Diese rechtliche Situation ist für jeden einzelnen Kabelanbieter, den es in Österreich gibt, gültig.

Exklusivität hat Vorrang

Doch wäre es prinzipiell möglich, dass sich ein österreichischer Kabelanbieter finanziell beim SRF 2 für die Übertragung beteiligt? "Wir sind berechtigt, die Spiele exklusiv in der Schweiz auszustrahlen. Wir besitzen keine Ausstrahlungsrechte, die wir an einen externen Anbieter sublizenzieren könnten", sagt Lino Bugmann, Mediensprecher SRF Sport. Zudem gehöre das Bereitstellen von Inhalten für Österreich während der Spiele nicht zum Leistungsumfang.

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