Mo, 24. September 2018

Neuer Wandertipp

15.10.2016 15:30

Über schwebenden Steg durch romantische Klamm

Eine Reise durch die Erdgeschichte - so lässt sich der Geopfad in Gams beschreiben. Eine Naturforschungsstation, die 250 Millionen Jahre abbildet, die von längst vergangenen Meeren und ihren Tieren sowie der Entstehung der Alpen berichtet. Und als Extra winken noch die wildromantische Nothklamm und die Kraushöhle.

Auf vielen obersteirischen Bergen hat diese Woche der Winter Einzug gehalten. Der neue Tipp der Naturfreunde Steiermark führt daher nicht hoch hinauf und ist ideal für diese Jahreszeit.

Ausgangspunkt dieser durchwegs gut beschilderten Wanderung ist der Parkplatz beim Geozentrum in Gams bei Hieflau. 48 Stationen umfasst der Themenweg, interessierte Hobbygeologen "bewaffnen" sich am besten mit einer Infobroschüre oder buchen eine geführte Tour - möglich von April bis Ende Oktober.

Ein besonderer Ort im Herbst
Wir folgen den Schildern beim Kirchenwirt vorbei bis zum Gamsbach. Dort überqueren wir die Brücke und folgen dem Bachlauf in östlicher Richtung, vorbei an der Geowerkstatt. Nach einer kleinen Schleife den Hügel hinauf passieren wir das Parkbad und befinden uns kurz darauf in der Nothklamm mit der beeindruckenden Holzsteganlage, die sich hoch über dem Bach an die Felswand anschmiegt und zu schweben scheint.

Leicht ansteigend, dann wieder abfallend, mit einzelnen Stufen und Brücken dazwischen, schlängelt sich der Steg durch die wildromantische Klamm, die gerade jetzt im Herbst mit den vielen Farben des Mischwaldes und dem tief einfallenden Licht ein besonderer Ort zum Genießen ist!

Ein Abstecher zur Höhle lohnt sich
Das Ende der Klamm markiert die Steinkugelmühle. Von dort geht es einige Meter bergauf und dann die Forststraße in westlicher Richtung wieder retour. Wir durchschreiten mehrere kleine Tunnel, bis wir die Abzweigung zur fantastischen Kraushöhle erreichen. Den etwa zehnminütigen Anstieg zur Höhle sollten wir einplanen und auch eine Führung mitmachen (das kostet derzeit sechs Euro für Erwachsene und vier Euro für Kinder). Ein Besuch der einzigen Gipskristallhöhle im deutschsprachigen Raum mit einer Gesamtlänge von 340 Metern lohnt sich. Die im Licht funkelnden Gipskristalle und Tropfsteine ziehen die Besucher in ihren Bann!

Nach dem Höhlenbesuch steigen wir wieder zum Weg ab und gehen weiter Richtung Westen. Vorbei am Haflingerhof und nach kurzer Zeit links steil hinauf den Schildern folgend zurück zum Kirchenwirt, bei dem wir uns nach der Wanderung stärken können, und zum Geozentrum.

Daten & Fakten

  • Ausgangs- und Endpunkt: Parkplatz beim Geozentrum in Gams bei Hieflau
  • Gehzeit: ca. zwei Stunden
  • Höhenmeter im Auf- und Abstieg: jeweils ca. 160
  • Weglänge: ca. 5,5 Kilometer
  • Charakteristik: eine einfache Wanderung für die ganze Familie

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