Sa, 23. Juni 2018

Erschreckende Studie

28.09.2016 15:46

Über drei Prozent der Jugendlichen internetsüchtig

Chatten, Spielen, Surfen: Ein Tag ohne Internet ist für viele Jugendliche undenkbar. Eine Studie der Innsbrucker Uniklinik bringt nun durchaus erschreckende Zahlen ans Tageslicht. Demnach entwickle einer von zehn Jugendlichen im Alter von 13 bis 16 Jahren im Umgang mit Smartphone, Tablet und PC schädliche Verhaltensmuster. Über drei Prozent seien sogar internetsüchtig.

"Cool sein", "mitreden können", "immer auf dem neuesten Stand sein" - das sind wohl die Motive, warum immer mehr junge Menschen online sind. Laut einer Umfrage unter 400 Innsbrucker Schülern nutzen quasi 100 Prozent der Jugendlichen das Internet. "Der Großteil davon zeigt ein normales Nutzungsverhalten", meint Kathrin Sevecke, Direktorin der Uniklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. "Immer mehr entwickeln allerdings schädliche Verhaltensmuster."

Jugendlichen können Gewalttätig werden

Beim Entzug von Smartphone, Tablet oder PC zeigen Jugendliche häufig ähnliche Entzugssymptome wie bei klassischen Drogen. "Das kann bis zur körperlichen Gewalttätigkeit gehen", weiß auch Seveckes Stellvertreter Martin Fuchs.

"Strafen und Verbote helfen wenig"

Doch was können Eltern tun? "Strafen und Verbote helfen wenig", sagen die Experten, die zu festen Regeln raten und vorschlagen, etwa das Abendessen zur Internet freien Zone zu erklären.

Cannabis wird oft unterschätzt

Auch bei der klassischen Drogensucht konnten die Mediziner mit neuen Erkenntnissen aufwarten. Die Entwicklung gehe bei den Jugendlichen weg von klassischen Drogen hin zu Substanzen aus dem Labor - ohne zu wissen, was wirklich drinnen ist. Nicht so harmlos wie teilweise angenommen sei laut Fuchs auch Cannabis, das als Einstiegsdroge oft unterschätzt wird.

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