17.09.2016 16:28 |

Aus Rache

Verdächtiger wollte Ex-Chef umbringen

Neue, erschreckende Details wurden gestern zum Mordversuch eines 25-Jährigen an seinem Ex-Chef in der Grazer Schanzelgasse bekannt. Bereits im Sommer des Vorjahres war der Verdächtige gekündigt worden. Vor einem Monat fasste er schließlich den Entschluss, seinen ehemaligen Vorgesetzten umzubringen - und dafür trug er seitdem stets ein extra für diesen Zweck gekauftes Klappmesser bei sich.

Auf offener Straße attackierte, wie berichtet, am Freitag ein 25-Jähriger in der Schanzelgasse seinen ehemaligen Chef mit einem Messer und verletzte auch einen 19-Jährigen, der sich in Lebensgefahr befand. Der Verdächtige wurde kurz darauf dank eines aufmerksamen Zeugen gefasst. Wie die Befragung ergeben hat, dürfte er die Tat geplant haben - zumindest teilweise. Denn: Laut LKA-Ermittler Harry Winkler hatte es mit seinem ehemaligen Vorgesetzten schon immer Probleme gegeben, der Verdächtige dürfte ihn als Feindbild gesehen haben.

Im Sommer vergangenen Jahres wurde er gekündigt, seine Lehre dadurch unterbrochen - womöglich hat er das nicht verkraftet. Obwohl er bald wieder einen neuen Arbeitsplatz gefunden hatte und auch seine Lehre beendete, schwirrten ihm die Ereignisse immer im Kopf herum. So fasste der Steirer vor einem Monat die Entscheidung, ihn umzubringen - weswegen er ab diesem Moment stets ein Klappmesser bei sich trug. Als er am Freitag in der Mittagspause etwas zu essen holen ging, sah er auf der Straße gegenüber ein Firmenauto und auch seinen ehemaligen Chef stehen. Dann nutzte er die Gelegenheit: Er holte das Messer aus seinem Rucksack, stach auf den 56-Jährigen ein und auch auf einen Mitarbeiter (19), der dazwischen gehen wollte. Der 19-Jährige erlitt dadurch lebensbedrohliche Verletzungen, ist mittlerweile aber über dem Berg. Auch der 56-Jährige ist auf dem Weg der Besserung.

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