Sa, 18. August 2018

Teilbedingte Haft

19.04.2016 14:05

Hausverwalter (38) verzockte 855.000 Euro!

In sechs Jahren hat ein Steirer (38) völlig unbemerkt bei seinem Hausverwalterjob unglaubliche 855.000 Euro abgezweigt. Er überwies statt an die Kunden einfach an sich selbst. Erst durch eine Selbstanzeige flog der Betrug auf. Das Geld ist weg, verspielt bei Sportwetten. Das Urteil - 30 Monate teilbedingt - ist nicht rechtskräftig.

Man kann eigentlich gar nicht glauben, dass der Betrug so viele Jahre unbemerkt blieb. Denn der Drei- Mann-Betrieb war eigentlich für nur 20 Häuser zuständig. Doch der Auftritt der Chefin (72) - inzwischen Pensionistin, die Firma seit 2014 in Konkurs - erklärt dann einiges. Sie wirkt senil und etwas langsam. Blankobelege hätte sie öfter unterschrieben, gesteht sie ein: "Er war ja vertrauenswürdig." Aber sie hätte schon alles kontrolliert.

Dass ihr Geschäftsführer und Wunsch-Nachfolger die Erlagscheine aber nicht auf Firmen oder Eigentümer ausstellte, sondern teilweise auf sich selbst, hätte sie nie für möglich gehalten. "Er machte scheinbar immer ein Loch zu, das nächste auf."

Angeklagter voller Selbstmitleid
Der Angeklagte, der mit einer Selbstanzeige alles ins Rollen brachte, zergeht vor Selbstmitleid. Sorgar einen Selbstmordversuch hat er hinter sich. Und er weint ständig. Richter Stefan Koller trocken: "Wenn wer weinen muss in der Geschichte, sind es ja wohl die Geschädigten."

30 Monate Haft, zehn unbedingt; nicht rechtskräftig. Und er muss das Geld zurückzahlen - was am Ende des Tages mit Privatkonkurs enden wird…

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