So, 18. November 2018

Expertin warnt:

16.03.2016 15:33

"Dr. Google-Recherchen kritisch hinterfragen"

Man spürt ein Zwicken im Bauch, hat einen Ausschlag am Arm - doch statt zum Arzt zu gehen, wird erst einmal Dr. Google befragt. Doch die Information, die man im Netz bekommt, ist meist unselektiert und produziert nur eines: unnötige Angst. Deswegen sollte man bei seinen Recherchen auf einige Kriterien achten.

"Wir haben alle schon einmal ein Symptom gegoogelt", auch Andrea Siebenhofer-Kroitzsch, Leiterin des Instituts für Allgemeinmedizin und evidenzbasierte Versorgungsforschung an der Meduni Graz, nimmt sich da nicht heraus. Doch bei unselektierter Recherche wird schnell aus Kopfweh ein Gehirntumor. Denn Qualität und Wahrheitsgehalt der Webseiten sind unterschiedlich. "Für einen sicheren Umgang sollte man auf Qualitätskriterien achten und die Informationen kritisch hinterfragen."

Worauf man vertrauen kann, ist der HONcode, ähnlich wie das AMA-Gütesiegel. Er hilft Usern, selbst Rückschlüsse über die Qualität des Inhaltes einer Webseite zu machen, beispielsweise wann oder von wem ein Artikel geschrieben wurde. Oder ob kommerzielle Interessen von Pharmafirmen dahinter stehen.

Aber sollte man mit seinem "echten Arzt" über seine Recherchen reden? "Unbedingt", betont die Expertin. Und auch Mediziner selbst müssen sich im Umgang mit dem Internet fortbilden. "Denn das Wissen aus Medizinbüchern ist oft veraltet." Und laut Siebenhofer-Kroitzsch sind auch Ärzte nicht gefeit, über pharmaverseuchte Informationen zu stolpern.

Empfohlen werden können: gesundheit.gv.at oder gesundheitsinformation.de

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