Di, 21. Mai 2019
08.01.2016 21:15

Erstes Wildnisgebiet

Noch viel Skepsis wegen "Märchenwald-Schutz"

Ein Märchenwald, der geschützt werden muss: So sieht es die Landesregierung, die Teile des Lassing- und Salzatals zu einem Wildnisgebiet erklären wollen. In der Region selbst sind viele von diesem Vorhaben aber alles andere als verzaubert. Sie befürchten Nachteile. Auch die Gemeinde ist noch skeptisch.

Neue Gebäude, Straßen und Wege; herumlaufende Hunde; das Sammeln von Beeren; Wildtierfütterungen - alles verboten! Forstwirtschaft und Jagd sind eingeschränkt, Angeln und Zelten nur in bestimmten Bereichen erlaubt. Ausgewiesene Wege und Steige dürfen nicht verlassen werden.

Es sind strenge Regeln, die zum Schutz der Natur in einem Wildnisgebiet herrschen. 5800 Hektar Wald im Lassing- und Salzatal sollen nun eines werden - als Ergänzung des bestehenden Wildnisgebiets Dürrenstein (inklusive eines fast unberührten Urwalds) auf niederösterreichischer Seite.

"Investitionen wären sinnlos gewesen"
Im Herbst wurde das Verfahren eingeleitet, noch bis Sonntag sind Einwendungen möglich. Und es wird einige geben, denn in der Region sorgt das Vorhaben für Kritik, etwa von Peter Zimmermann: Seine Familie bejagt seit 67 Jahren Teile des Lassingtals und hat in den vergangenen Jahren in drei Jagdhütten investiert - "das wäre sinnlos gewesen".

Jäger, Fischer, Besitzer von Alm- und Holzservitusrechten, Anrainer - für sie alle würde das Schutzgebiet Einschränkungen bringen. "Es wird Widerstand geben", meint Zimmermann. Auch Bürgermeisterin Karin Gulas (SP) hat Zweifel: "Die Stimmung bei uns ist gemischt. Wir müssen unbedingt schauen, dass wir nicht unter die Räder kommen."

Spannung vor Info-Veranstaltung
Am 28. Jänner laden die zuständigen Landesbeamten zu einer Informationsveranstaltung. Die Bedenken sollen ausgeräumt, die Vorteile und Chancen für die Region (etwa der sanfte Tourismus) dargelegt werden. So wird etwa Raften auf der Salza weiter erlaubt sein, die Wanderwege bleiben bestehen.

Die größte Hürde für das Schutzgebiet bleibt aber die Höhe der Entschädigungszahlungen, die das Land an den Grundeigentümer, die Bundesforste, zahlen müsste. Noch gibt es keine Einigung. Ende Jänner finden neue Verhandlungen statt.

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