Mi, 19. September 2018

Computeria in Zell

10.12.2015 16:32

Die digitale Welt entdecken: Senioren begeistert

Online-Fotobücher kreieren oder die eigenen Bankkonten im Internet verwalten - mit diesen Aktivitäten ist die heutige Jugend bestens vertraut. Doch je älter die Tiroler sind, desto weniger können sie meist mit den neuen Technologien anfangen. Ein kostenloser Computer-Treff im Zillertal ermöglicht es den Senioren, den Anschluss an die digitale Welt zu finden - und zwar mit Erfolg!

"Vielen von uns ist teilweise gar nicht bewusst, was wir mit unseren Computern machen können. Und unsere Kinder haben oftmals nicht die Geduld, uns die Funktionen zu zeigen. Daher finden wir es richtig gut, dass wir kostenlos an diesen Treffen teilnehmen können", erklären die Seniorinnen Annelies Erler und Edith Eder. Jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr öffnet die Computeria - eine Wortkreuzung aus "Computer" und "Cafeteria" - im Wohn- und Pflegeheim Zell am Ziller für motivierte Senioren die Pforten. In angenehmer Atmosphäre wird entweder an sechs bereitgestellten Computern oder an den mitgebrachten Geräten gearbeitet.

Themenvorträge mit Experten

Allgemeine Kurse werden (derzeit noch) keine angeboten, der Fokus liegt ausnahmslos auf der individuellen Betreuung. "Die Bedürfnisse sind verschieden. Während sich der eine Teilnehmer zeigen lassen will, wie er ein Fotobuch erstellen kann, möchte der andere Angebote wie Skype, mit dem man Video-Telefonieren kann, kennenlernen", schildert Uschi Langesee vom Generationennetzwerk Zell am Ziller. Zwischendurch werden auch Vorträge zu bestimmten Themen organisiert. "Letzte Woche war zum Beispiel eine Bankangestellte zu Gast. Sie zeigte den Senioren, wie Zahlungen über das eigene Bankkonto im Internet durchzuführen sind", schildert die Projektleiterin.

Der Ansturm ist groß

Dieser Lerntreff, der vom Generationennetzwerk Zell am Ziller in Kooperation mit dem Wohn- und Pflegeheim eingefädelt wurde, wird mittlerweile gut angenommen. "An Spitzentagen waren bereits zwölf Senioren hier. Auch die Anzahl der freiwilligen Helfer mussten wir auf 18 anheben", sagt Langesee. Immer mehr ältere Zillertaler entdecken demnach die Freude an der digitalen Welt und verbessern zugleich ihre Fähigkeiten. Eine Idee, die wohl längst überfällig war!

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