Mo, 20. August 2018

Kühl und praktisch

09.06.2015 14:13

Richtige Bettwäsche für echt coole Sommernächte

So schön sommerlich-heiße Tage auch sind – unangenehm werden leider oft die Nächte: Drückende Hitze und Schwüle im Schlafzimmer stören den so dringend benötigten erholsamen Schlaf. Statt stundenlangen Herumwälzens lohnt es sich, mit der Wahl der richtigen Bettwäsche für mehr "coolen" Sommer-Schlafkomfort zu sorgen.

Vom edlen Luxusdesign bis hin zum absoluten Discount-Schnäppchenpreis reicht heute die Auswahl an Bettwäsche. Gekauft wird meist nach Design, Preis und nicht zuletzt auch Pflegekomfort. Denn wer will schon stundenlang mühsam Bettwäsche bügeln und dafür vielleicht auch noch nicht wenig Geld hinlegen?

Doch sorglos erstandene Bettwäsche kann sich in vielerlei Hinsicht rächen. Nicht nur durch unangenehmes Schwitzen und ein klebriges Hautgefühl in den Sommernächten. Die Folgen falsch gewählter Bettwäsche können vom einfachen Alltagsärgernis über die Verminderung der Schlafqualität bis hin zu Hautallergien reichen.

Einige heiße Tipps
Grundsätzlich sollte bei der Sommer-Bettwäsche stets Naturmaterialien, also Baumwolle, Leinen und Seide, der Vorzug gegeben werden. Kunststoffe können nämlich die sich stauende Hitze nur sehr schwer bis gar nicht ableiten.

Doch auch bei den Angeboten an Naturmaterialien gibt es in der Kaufpraxis große Qualitätsunterschiede. Schlechte Qualität macht sich nicht nur durch ein raues Körpergefühl nach den ersten Wäschen, sondern auch durch baldige Verschleißerscheinungen störend bemerkbar.

Ein gutes Beispiel dafür sind die gerade im Sommer äußerst beliebten Seersucker. Der Ausdruck selbst leitet sich übrigens aus dem Persischen ab (shir o shekar) und bedeutet "Milch und Zucker". Verantwortlich für diesen so appetitlichen Namen ist die spezielle Gewebestruktur (original aus Baumwolle), die aus abwechselnd glatten und gerafften Stoffstreifen besteht. Der Vorteil dabei: ein knitterarmer Stoff, der sich aufgrund dieser Struktur nicht eng an den Körper legt – bei guter Qualität berühren nur ca. 30 Prozent eines Seersucker-Stoffs auch tatsächlich die Haut – und daher als besonders luftig-leicht empfunden wird. Zusätzlicher Vorteil: Bügeln entfällt, und so kann diese Bettwäsche häufig sowie einfach gewaschen und gewechselt werden.

Gute Qualität ist hier allerdings Voraussetzung. Dumping-Sommerangebote halten selten, was versprochen wird, und haben mit dem Original nicht mehr sehr viel gemeinsam. Also, lieber etwas mehr investieren und dann auch alle Vorzüge dieser Bettwäsche genießen!

Verwirrende Vielfalt
Einfache Baumwolle, Batist, Flanell, Satin, Jersey, Damast, Seide oder doch Mikrofaser? Die vielfältigen Bezeichnungen der Bettwäsche tragen nicht zu einer einfacheren Wahl bei. Besonders verwirrend ist hier, dass es sich im Grunde um einige wenige Textilfaser handelt, aus denen dann die jeweilige Stoffart hergestellt wird. Diese Textilfaser sind meist Baumwolle, Flachs und Seide.

Ursprünglich wurde zum Beispiel das glänzende Satin tatsächlich aus Seide gewebt. Für moderne Bettwäsche fertigt man den Stoff heute jedoch oft aus Baumwolle an. Jersey wird ebenfalls häufig aus Baumwolle hergestellt – allerdings in einer speziellen Maschinentechnik, die das Material besonders weich und kuschelig machen soll. Linon wiederum besteht aus Baumwolle und ist ein preisgünstigeres Leinenimitat.

Bei der Mikrofaser handelt es sich um einen Oberbegriff für Stoffe aus besonders dünnen Fäden (Baumwolle ist etwa dreimal so dick wie Mikrofaser). Mikrofaser wird aus Polyester, Nylon, Acryl oder Zellulose hergestellt.

Leinen statt Seide?
Bettwäsche aus reiner Seide gilt als die absolute Luxus-Oberklasse in Sachen Bettwäsche. Die vielfältigen Vorzüge sind unbestritten: leicht und schimmernder Glanz, im Sommer angenehm kühl, im Winter wohlig warm.

Reine Seide wird aus den Kokons einer bestimmten Schmetterlingsart aus Ostasien hergestellt, ist somit sehr selten und in dieser hohen Qualität dementsprechend teuer. Auch die Alltagspflege gestaltet sich aufwendig und mühsam: Handwäsche ist angesagt, direkte Sonneneinstrahlung ist nicht zu empfehlen und auch mit Parfüms oder anderen Duftstoffen darf sie nicht besprüht werden.

Alles in allem also ein Schlaf-Luxus, den man sich nicht nur leisten können, sondern auch wollen muss!

Anders verhält es sich da mit Bettwäsche aus Leinen, die heuer als der Sommerklassiker schlechthin für trendig-heiße Nächte gilt. Tatsächlich überzeugt der Naturstoff in guter Qualität - am besten "Made in Austria"! – mit einigen, gerade in Sommernächten besonders wichtigen "coolen" Eigenschaften.

Altes Gewebe voll im Trend
Leinen ist ein traditionell bewährtes Gewebe, das aus Flachs oder Flachsgemischen, also aus natürlichen Pflanzenfasern, hergestellt wird. Vollleinen (100 Prozent Flachsfasern) zeichnet sich dadurch aus, dass es wenig Wärme isoliert. Auch in heißen Sommernächten fühlt sich das Material stets frisch und kühl an. Zusätzlich nimmt Leinen Feuchtigkeit besonders rasch auf, gibt diese aber ebenso schnell wieder an die Umgebung ab. Leinen-Bettwäsche bleibt also stets trocken.

Das Material selbst ist sehr widerstandsfähig. Der anfänglich steife Stoff wird mit jeder Wäsche weicher, verliert dabei jedoch nichts von seiner Unempfindlichkeit. Aufgrund der Oberflächenstruktur weist Leinen darüber hinaus Bakterien und Schmutz ab, und auch Staub sammelt sich nicht auf der Oberfläche an. Daher muss Leinen-Bettwäsche auch deutlich weniger oft gewaschen werden als etwa Bettwäsche aus Kunstfasern.

Tipp: Auf heimische Erzeugung achten!

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