"Der Mensch kann niemals wider der Natur handeln, sondern nur mit ihr agieren." Klingt wie aus dem Programm einer globalen Umweltschutzorganisation, findet sich aber im Werk "Sylvicultura oeconomica" von Hans Carl von Carlowitz. Und das erschien schon 1713. Ein erstaunlicher Weitblick...
"Die Quintessenz des Buches, nämlich nicht mehr Ressourcen zu nehmen als nachwachsen, hat Generationen beeinflusst und ist heute aktueller denn je", sagt Katharina Krenn, die Kuratorin der Ausstellung "Wald und Mensch". In Österreich ist eine nachhaltige Waldentwicklung seit dem 18. Jahrhundert zu erkennen. So erließ Kaiserin Maria Theresia 1767 eine Waldordnung, die auf eine umfassende Waldbestandsaufnahme der Steiermark basierte. Sie dauerte sieben Jahre und resultierte in 28 gedruckten Bänden!
Waldfläche in Österreich wächst
Während weltweit die Waldfläche, vor allem in den Tropen, zurückgeht, wachsen bei uns mehr Bäume nach als geerntet werden. Dennoch ist es wichtig, den Menschen Bewusstsein für die wichtige Ressource Wald zu vermitteln. Diesen Anspruch hat die Sonderausstellung in Trautenfels.
Hier findet am Sonntag auch ein Workshop im Rahmen des Museumstags statt, der sich mit der Frage einer nachhaltigen Gesellschaft beschäftigt. Im Zentrum stehen unter der Leitung von Mario Zaunschirm die Themen Vorurteil und Migration (14 bis 16 Uhr, freier Eintritt, Treffpunkt an der Kassa).
Die Trautenfels-Sonderausstellung „Wald und Mensch“ läuft bis 31. Oktober, geöffnet täglich von 10 bis 17 Uhr. Nähere Infos: hier.
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