Abflug nach Chile:

ÖSV-Athleten müssen Trainingslager selbst zahlen

Steiermark
16.09.2026 09:30

Das Sommertraining ist beendet, langsam wird es für die Skicrosser ernst. Während am Attersee getaucht wurde, fiel das Trainingslager in Saas-Fee ins Wasser. Nun fliegen die ÖSV-Nationalteamfahrer nach Chile – und bezahlen sich die Kosten selbst. Für Katrin Ofner ist es die 21. Saison im Weltcup. Das Karriereende lässt die fünffache Olympionikin aber offen.

„Mit dem Training im Sommer bin ich sehr zufrieden, wir haben gut gearbeitet“, dankt Skicrosserin Katrin Ofner da auch dem Grazer Sportpark um Athletiktrainer Martin Appel. „Da ist ordentlich was weitergegangen, wir haben uns als Gruppe richtig gepusht.“ Vergangene Woche wurde im Trainingscamp am Attersee noch fleißig getaucht. Der erste Schneekontakt war diese Woche im schweizerischen Saas-Fee geplant.

Das Skicross-Team um Kati Ofner (re.) tauchte im Attersee.
Das Skicross-Team um Kati Ofner (re.) tauchte im Attersee.(Bild: Oliver Gaisbauer)

„Wir hoffen, dass es dort Schnee gibt. Aber unsere Trainer haben ja nicht nur einen Plan A, sondern auch noch B und C“, grinste die Murtalerin. Als ob sie eine Vorahnung gehabt hätte, denn die braucht es jetzt nämlich. Bei der Suche nach gefrorenem Wasser macht die Gletscherschmelze wie so vielen nun auch Österreichs Skicrossern zu schaffen! Saas-Fee hat zumindest bis 15. September geschlossen.

Plan B wurde zur Realität
Doch was ist nun Plan B? Die ÖSV-Skicrosser haben sich entschlossen, wie die Alpinen nach Chile zu reisen. Spätestens Mitte September braucht es Schneetrainings. Doch im Gegensatz zu den Alpinen zahlen die finanziell nicht auf Rosen gebetteten Crosser den Flug nach Südamerika am 13. September selbst – 2000 Euro pro Nase! „Der Gletscher in Saas-Fee und die Anreise in die Schweiz wären fein, aber im Leistungssport ist nicht alles immer fein. Wenn man nichts investiert, kommt nichts raus! Wir brauchen einfach bestmögliche Trainingsmöglichkeiten“, betont Kati.

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Die Heim-WM in Montafon motiviert mich, hat mich durch den Sommer gebracht. Im März will ich in Topform sein und dann volle Attacke!

Skicrosserin Katrin Ofner

Die 36-Jährige geht mittlerweile in ihre 21. Weltcupsaison, war im Februar bei ihren fünften Olympischen Spielen. „Wenn ich so zurückdenke, dann ist das schon eine riesige Zahl. 20 Jahre Leistungssport“, schwelgt sie in Erinnerung. Dennoch geht ihr Blick schon in die Zukunft, denn da wartet im März das nächste Highlight: „Die Heim-WM in Montafon. Die motiviert mich, hat mich durch den Sommer gebracht. Im März will ich in Topform sein und dann volle Attacke!“

2023 strahlte die Murtalerin mit ihrer Silbernen um die Wette. Bei der Heim-WM soll eine weitere ...
2023 strahlte die Murtalerin mit ihrer Silbernen um die Wette. Bei der Heim-WM soll eine weitere Medaille her.(Bild: GEPA)

WM-Silber hat sie 2023 im georgischen Bakuriani schon geholt. Edelmetall daheim wäre natürlich noch schöner. „Das große Ziel ist natürlich, mir etwas um den Hals zu hängen. Zwei Chancen habe ich: im Einzel und im Teambewerb.“ Wie lange sie sich das alles noch antun will? „Das hast du mich im Vorjahr auch schon gefragt“, lacht Kati. „Eigentlich sage ich seit fünf Saisonen, dass es meine letzte ist. Deswegen sage ich jetzt mal gar nichts...“

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