Krisen und Kriege weltweit – doch die illegale Migration explodierte zuletzt (noch) nicht: Die Tiroler Polizei schnappte im Vorjahr 1820 unrechtmäßig eingereiste oder hierzulande aufhältige Fremde. Marokko übernahm Platz eins bei den Herkunftsländern von Syrien.
Krisen und Kriege herrschen in vielen Teilen der Welt, da wäre generell auch ein vermehrter Ansturm von unrechtmäßig eingereisten Flüchtlingen zu befürchten.
„Die Welt scheint kopfzustehen, das Völkerrecht ausgehebelt. Tragenden Säulen für den Weltfrieden wird der Boden entzogen – mit allen Konsequenzen für Wirtschaft, Wohlstand und Sicherheit“, analysiert Landespolizeidirektor Helmut Tomac in der Polizei-Bilanz Tirols für 2025. Entsprechend müsse auch die Arbeit der Exekutive angepasst werden. Tomac nennt dabei den rechtlichen Rahmen und technische Standards.
Tragenden Säulen für den Weltfrieden wird der Boden entzogen – mit allen Konsequenzen für Wirtschaft, Wohlstand und Sicherheit.
Landespolizeidirektor Helmut Tomac
Tirol bleibt Transitland, weniger ein Zielland
In der Migrationsentwicklung bestätigten sich die schlimmsten Szenarien (vorerst) nicht, wie der Blick auf die Zahlen des Vorjahres zeigt. Die Tiroler Polizei stellte 1820 illegal eingereiste bzw. unrechtmäßig hier anwesende Personen fest, der Rückgang beträgt 31 Prozent (also fast ein Drittel). „Bei den Asylantragstellungen ist Tirol nach wie vor nicht Zielland, sondern Transitland“, heißt es von den Experten.
Insgesamt nahm die Polizei in Tirol 1644 Personen nach den Bestimmungen des Fremdenpolizeigesetzes (FPG) fest. Bei Kontrollen wurden 28 Schlepper angezeigt – ähnlich viele wie im Jahr 2024 (da waren es 24 Schlepper). 542 Antragstellungen auf Asyl sind erfolgt, der Großteil (450 Fälle), nachdem die Personen von der Polizei aufgegriffen worden waren.
Meist führt der weitere Weg ins Verteilerquartier
Was passierte mit den Menschen, die einen Asylantrag stellten? 362 Personen wurden einem Verteilerquartier in der Nähe zugewiesen. 90 Personen wurden in die Erstaufnahmezentren in Ober- und Niederösterreich überstellt. Ebenfalls 90 Personen konnten direkt private Unterkünfte bei Angehörigen in Anspruch nehmen. Bei den Nationalitäten lag 2025 Marokko voran, zuvor war es Syrien gewesen.
Aufgriffe auf Straße häufiger als in Bahn
1018 unrechtmäßig Eingereiste wurden bei Kontrollen im Tiroler Verkehrsnetz gefasst. In 802 Fällen führten Überprüfungen in Reisezügen zum Aufgriff.
Bei den Geschlechtern stellte sich einmal mehr heraus, dass (junge) Männer am häufigsten die illegale Flucht zu uns wagen: Aufgegriffen wurden 1494 Männer und nur 326 Frauen, dazu 43 Kinder.
Bei den Kontrollen im Hinterland („Schleierfahndung“) assistiert das Bundesheer. Gemeinsam mit der Polizei wurden dabei 148 unrechtmäßig Eingereiste ertappt.
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