Sterben Zuhause

Projekt ermöglicht Klienten ihren letzten Wunsch

Tirol
06.04.2026 14:00

In vier Sozialsprengeln in Tirol hilft das neue Projekt HPC Mobil, den letzten Willen von Klienten umzusetzen. Der erste Abschluss erfolgte in Osttirol. Ein zweiter Ausbildungsturnus läuft bereits an.

„Sterben Daheim, Du bist nicht allein“ – unter diesem Leitspruch steht im Sozialsprengel Defereggental-Kals das neue Projekt. Dahinter verbirgt sich die Hospizkultur und Palliative Care in der mobilen Hauskrankenpflege – kurz HPC Mobil. Seit zweieinhalb Jahren wurden die Mitarbeiter im Sozialsprengel gezielt ausgebildet. Das Ziel: Die Unterstützung und die Stärkung im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen zu erlernen. Zahlreiche Workshops und weitere Fortbildungen, geleitet von der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft, waren notwendig, um die Palliativbetreuung umzusetzen.

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Auch die Zusammenarbeit mit den Hausärzten spielt eine Rolle. Es ist ein gemeinsamer Prozess.

Gabriele Ziller, Projektmitarbeiterin HPC der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft

Chance, selbstbestimmt zu Hause sterben zu können
Das Projekt verfolgt einige Ziele, etwa die Vernetzung und den Ausbau bestehender regionaler Strukturen, die Weiterentwicklung der Mitarbeiter mit der Reduktion der psychischen und physischen Arbeitsbelastung oder die Implementierung einer vorausschauenden Betreuungsplanung.

Das Team des Sprengels Defereggental-Kals mit Ehrenamtlichen und Projektmitarbeitern aus ...
Das Team des Sprengels Defereggental-Kals mit Ehrenamtlichen und Projektmitarbeitern aus Nordtirol(Bild: Martin Oberbichler)

Dabei fokussierte man sich nicht nur auf die Sozialsprengel-Mitarbeiter: „Auch die Zusammenarbeit mit den Hausärzten spielt eine Rolle. Es ist ein gemeinsamer Prozess“, erklärt Gabriele Ziller, Projektmitarbeiterin von HPC der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

Präziser Ablauf für bestmögliche Umsetzung
An erster Stelle steht jedoch, den Bedürfnissen der Klienten nachzukommen, vor allem in ihrer letzten Lebensphase. Dazu gehört es auch, das Sterben zu Hause zu ermöglichen. Um dies umzusetzen, braucht es im Vorfeld einen sogenannten Vorsorgedialog. Darunter versteht man ein Gespräch mit dem Klienten sowie den nächsten Angehörigen und den betreuenden Ärzten. Das Ergebnis wird dokumentiert. Gesprochen wird dabei über Bedürfnisse und Wünsche, etwa, was „Lebensqualität bis zuletzt“ bedeutet oder ob man wiederbelebt werden möchte, wenn das Herz aufgehört hat zu schlagen. So könne das Recht auf Selbstbestimmung frühzeitig wahrgenommen werden. „Die sozialen Netze werden für Leute zu Hause dünner. Die Begleitung von Menschen muss auf vielen Schultern getragen werden“, ergänzt Philipp Moll von der Tiroler Hospiz-Gemeinschaft.

Neben den Osttirolern absolvierten auch die Sozialsprengel Untere Schranne, Pillersee und St. Johann-Oberndorf-Kirchberg das Projekt. Bereits in Kürze werden vier weitere auf diese Art der Pflege bauen und in zweieinhalb Jahren darauf zurückgreifen können.

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