Die neue Schau im Kinderkunstlabor in St. Pölten stellt bis 6. September die Bedeutung von Geschwisterlichkeit – ob Blutsbande oder Wahlverwandtschaft – mit Werken internationaler Künstler in den Fokus.
Es geht um Nähe und Distanz, um Fürsorge und Rivalität. Was Geschwister verbindet, ist so vielseitig wie die Menschen selbst. Die verschiedenen Blickwinkel werden derzeit in der neuen Ausstellung „Geschwister – super & nervig“ im Kinderkunstlabor in St. Pölten in den Fokus gerückt. Dabei geht es nicht nur um Blutsbande, sondern auch um „Wahlverwandtschaft“ durch freundschaftliche Verbundenheit.
„Gerade für Kinder sind Freundschaften und das Erleben von Geschwisterlichkeit prägend. Super und nervig bringt es auf den Punkt und fasst die titelgebende Erfahrung der Ausstellung zusammen“, erklärt Mona Jas. Zwei Jahre lang hat die künstlerische Leiterin und Kuratorin der Schau Ideen gesammelt. Den Impuls für die Ausstellung brachte die Arbeit mit den Kindern der Kunstideenwerkstatt und der Kinderbeiratsgruppen.
Ausstellung läuft bis 6. September
Herausgekommen ist eine Schau mit Werken etwa von Christine und Irene Hohenbüchler, Jiří Kolář, Andreas (LUPO) Lubich, Marianne Maderna, Felix Nussbaum, Michael Loewen, Anna Schachinger und Victoria Tomaschko. Zu sehen sind Arbeiten, die Geschwisterlichkeit, Intimität und Räume der Kindheit thematisieren. Etwa Marianne Madernas imposante Doppelskulptur der „Alienates“, einer ihrer janusartigen Köpfe aus Aluminium, die vor dem Eingang zum Kinderkunstlabor platziert wurde. Erstmals in Österreich präsentiert werden Ausschnitte des Films „Máscaras Sensoriais“ (1967) von Lygia Clark.
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