„Njet“ sagt die Grazer KPÖ-Bürgermeisterin Elke Kahr zu einem geplanten Murkraftwerk in Stübing. Im Dezember hat der Verbund das Projekt eingereicht, nun hat die Stadt ihre Stellungnahme dazu abgegeben. Und die fällt negativ aus – weil sie eine Gefährdung für das Grazer Nass sieht. In unmittelbarer Nähe zum geplanten Bau liegen die Brunnen von Friesach, über die rund ein Drittel des städtischen Trinkwassers gefördert wird.
Seit mehr als zwei Jahren lässt ein möglicher Kraftwerksbau an der Mur in Stübing die Wogen hochgehen. Während die Befürworter rund um die Projektanten Verbund und Energie Steiermark mit grünem Strom für 15.000 Haushalte argumentieren, sehen die Gegner schwarz: Der Fischbestand sei in Gefahr, vor allem der geschützte Huchen akut bedroht. Dazu kommt noch die Sorge ums Grazer Trinkwasser, die vor allem die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr umtreibt.
Nachdem der Verbund im Dezember das Murkraftwerk behördlich eingereicht hatte, ließ die Stadt, die Parteienstellung hat, von der UVP-Behörde die Unterlagen prüfen – und fühlt sich nun in ihrer Kritik bestätigt: „Aus Sicht der Holding ist das eingereichte Projekt derzeit nicht bewilligungsfähig und in erheblichen Teilen nachzubessern“, heißt es. Kahr sieht die Bedenken zum Trinkwasser keineswegs zerstreut, „im Gegenteil“, wie sie sagt.
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