Umsetzung wiegelt auf:

„Deshalb stimmten wir gegen den Gesundheitspakt!“

Niederösterreich
05.02.2026 16:30

Bestellt und nicht abgeholt! Nach Pannen bei Krankentransporten mit stundenlangen Wartezeiten hinterfragen die Grünen jetzt das System. Gesundheitssprecherin Silvia Moser meint, dass sich die Befürchtungen der Grünen, die damals zu Stimmen gegen den Gesundheitspakt geführt haben, nun Bestätigung finden würden.

Die Gesundheitssprecherin der Grünen, Silvia Moser, schaltet sich nun mit parlamentarischen Anfragen an Spitalslandesrat Anton Kasser (ÖVP), Gesundheitslandesrätin Eva Prischl (SPÖ) sowie mit kritischen Fragen an die Landesgesundheitsagentur (LGA) in die heiße Debatte um die Gesundheitsreform in NÖ ein.

„Es beginnt sich jetzt zu zeigen, dass das, was wir befürchtet haben, genauso eintrifft. Es gibt oft keine adäquate Ersatzstruktur und trotzdem wird schon gestrichen, eingespart und heruntergefahren“, sieht Moser den Entschluss der Grünen, im Landtag gegen den Gesundheitspakt zu stimmen, bestätigt.

„Bestellt und nicht abgeholt!“
Wenn die Landesregierung die Konzentration von medizinischen Leistungen vorantreibe, müsse sie zwingend auch sicherstellen, dass der Krankentransport funktioniert. Am Land und vor allem im Waldviertel zeige sich die Problematik massiv: „Die Menschen sitzen in der Falle: Bestellt und nicht abgeholt! Das kann man keinem Patienten erklären, der auf Fahrzeuge aus fernen Regionen stundenlang warten muss, während wohnortnahe Rettungsautos stillstehen und wegen eines Vertrags nicht gerufen werden dürfen!“

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Die Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an Verbesserungen. Man muss aber auch an den Schnittstellen zwischen Krankentransport und Notfallrettung arbeiten.

Spitalslandesrat Anton Kasser (ÖVP)

Offene Türen bei Spitalslandesrat
Damit läuft Moser bei Kasser offene Türen ein: „Der Transport zwischen den Kliniken muss funktionieren – im Notfall, wie im Regelfall! Darüber gibt es keine Diskussion“, wiederholt der Landesrat seine klare Linie, die „Krone“ berichtete. Neben Verbesserungen müsse auch an der Schnittstelle zwischen normalem Krankentransport und der Notfallrettung gearbeitet werden.

Sekundärtransporte fallen zwar nicht in das Ressort von Landesrätin Prischl. Transfers zwischen Spitälern müssten aber im Sinne der Patienten mindestens genauso gut wie früher funktionieren, meint sie.

Der Klinikbetreiber LGA betont, laufend an Verbesserungen zu arbeiten, die bereits Wirkung zeigen würden. Und der Gesundheitspakt würde dann Voraussetzungen für noch bessere Versorgung schaffen.

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