Es war ein Einsatz der besonderen Art, der anfangs wohl keinen Spaß machte. Es galt nämlich, ein altes Weinkeller-Ensemble mit drei Röhren auszupumpen. Gezielt brachen die Florianis von Pillichsdorf im Bezirk Mistelbach sogar durch die Erde, um das Wasser gleichmäßig abzusaugen. Am Ende war „Katzenwäsche“ mit dem Schlauch angesagt – der wohl amüsanteste Teil der ungewöhnlichen Aufgabe.
Im Vorjahr feierte man das 125-jährige Bestehen – einen derart gut abgestimmten Einsatz hatte die Freiwillige Feuerwehr in Pillichsdorf, Bezirk Mistelbach, bisher aber noch nicht zu bewältigen: Weinkeller waren durch einen Wasserrohrbruch vollgelaufen – das Wasser stand den Florianis teilweise bis zur Hüfte.
Dauerfrost hatte eine Wasserleitung aufgebrochen
Die Ursache war ein durch die Kälte bedingter Riss in einer Wasserleitung. Das Komplizierte an diesem Einsatz war, dass es sich bei den Kellern in Pillichsdorf um eines der größten zusammenhängenden Röhrensysteme in Niederösterreich handelt. Um nicht „abtauchen“ zu müssen, wurde erst kontrolliert, ob nicht auch Nachbarröhren der drei betroffenen Keller überflutet worden waren. Ansonsten bestand außerdem die Gefahr, dass ein Ungleichgewicht während des Pumpens und somit Durchbrüche entstehen.
Pillichsdorf hat eines der größten, teils zusammenhängenden Kellerlabyrinths Mitteleuropas. Um Druckausgleich zu schaffen, mussten wir auch nach unten „bohren“.
Ein Floriani des Teams von Pillichsdorf
Um an mehr Stellen absaugen zu können, wurde sogar von oben gegraben
Dreieinhalb Stunden dauerte der Einsatz. Und auch die Wasserspritze kam abschließend noch zum Einsatz: Teilweise über die Floriani-Uniform verteilter Schlamm wurde mit Hochdruck abgespült.
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